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Kinder laufen für Kinder

Schul- und Spendeninitiative mit Nachhaltigkeit

„Sich bewegen, um etwas zu bewegen!“ – unter diesem Motto geht die Schul- und Spendeninitiative „Kinder laufen für Kinder“ seit 14 Jahren bundesweit für Kinder in Not an den Start. Erfolgsbilanz: 710.000 Kinder und Jugendliche haben bisher über 2,5 Millionen Kilometer zurückgelegt und dabei die großartige Spendensumme von insgesamt 6,1 Millionen Euro erlaufen.

Eine Aktion mit ganzheitlichem und 
nachhaltigem Ansatz

– Bewusstsein für gesunden Lebensstil stärken
– Sozialkompetenzen und Potenziale fördern
– Partizipation leben

„Kinder laufen für Kinder“ ist viel mehr als ein Sponsorenlauf. Die Aktion verbindet auf einfache und spielerische Weise körperliche Fitness mit sozialem Engagement für andere und hilft, die eigene Persönlichkeit und das WIR-Gefühl in der Schule nachhaltig zu stärken. Die Möglichkeit, aus den drei Themenschwerpunkten „Gesundheit“, „Bildung“ und „Soziales“ ein Spendenprojekt auszuwählen, fördert die Mitbestimmung der Schülerinnen und Schüler und drückt den ganzheitlichen Ansatz der bundesweiten Schulaktion aus. Vielseitige Projektideen ermöglichen eine kreative und schulspezifische Umsetzung:
– als klassischen Schulbenefizlauf
– 
als Gemeinschaftsprojekt mit anderen kommunalen Partnern
– als ganzjährig angelegtes Schulprojekt
– als Praxis-Seminar in der gymnasialen Oberstufe

Die Aktion ist für jede Schulart und jede Altersklasse geeignet, für Kinder mit oder ohne Behinderung, Inklusionsklassen, Förderschulen etc. ALLEN Kindern soll die Möglichkeit gegeben werden, sich für andere, schwächere einzusetzen.

Einfache Umsetzung

Das Prinzip der Läufe ist ganz einfach: Über www.kinder-laufen-fuer-kinder.de meldet sich die Schule an. Zur Vorbereitung und Umsetzung des Schullaufs stellt die Initiative ein umfangreiches, kostenloses Laufpaket mit allen notwendigen Organisations- und Informationsmaterialien zur Verfügung und berät bei Bedarf auch persönlich. Zur Abwicklung kann auf ein Online-Portal zugegriffen werden. Die Schule legt einen Parcours fest, der beliebig oft gelaufen werden kann. Die Schüler/-innen suchen sich „Sponsoren“, die pro gelaufenem Kilometer einen Betrag spenden. Nach dem Lauf werden die Spenden eingesammelt und direkt an die ausgewählte Hilfsorganisation überwiesen.

Eine Win-Win-Situation

Ein Prämierungssystem erlaubt jeder Schule je nach Teilnahmejahr 10–40 % der erlaufenen Spenden für eigene schulische Zwecke zu verwenden.

Drei Spendenprojekte stehen zur Wahl:

– 
GESUNDHEIT: „fit4future“, ein Projekt der Cleven-Stiftung. Ein Drei-Jahres-Modul zur Vermittlung von Freude an Bewegung, gesunder Ernährung und Brainfitness für Brennpunktschulen und Schulen in sozial schwachen Regionen. www.fit-4-future.de

– 
BILDUNG: „Schulen für Schulen“, ein Projekt des BLLV-Kinderhilfe e. V.. „Mit Bildung gegen Armut“ lautet das Motto des Kinderhauses und Berufsbildungszentrums für 380 Kinder und Jugendliche in Ayacucho, Peru. www.kinderhilfe.bllv.de

– 
SOZIALES: „Recht auf Zukunft“, ein Projekt von Save the Children e. V.. Mit ihren Projekten stärkt die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt Kinder in ihren Potenzialen und unterstützt sie dabei, ihre Rechte aus der Kinderrechtskonvention wahrnehmen zu können. www.savethechildren.de

Mit starken Partnern für die gute Sache

Der langjährige Erfolg der Initiative ist in erster Linie dem großartigen und anhaltenden Einsatz der vielen Kinder, Lehrer und Eltern in ganz Deutschland zu verdanken. Essenziell ist aber auch ein gut funktionierendes Netzwerk an Unterstützern aus Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Und hier kann die Initiative auf starke, kompetente Partner zählen. Allen voran steht der Hauptsponsor Mondelēz International in Deutschland, der von Anfang an die Aktion begleitete und mit freiwilligen Helfern aus den Reihen seiner Mitarbeiter jedes Jahr die beiden großen Schulbenefizläufe in München und Bremen tatkräftig unterstützt. Seit 2010 ist auch die Genuss-Molkerei Zott an der Seite der Initiative.

Inhaltliche und ideelle Unterstützung erfährt die Initiative von Partnern wie „peb Plattform Ernährung und Bewegung e. V.“, „Oldenbourg – Pädagogische Zeitschriften“, „Meramo Verlag GmbH“ oder dem „Verband Bildung und Erziehung VBE“.

14 Kultusministerien tragen die 
Schirmherrschaft

Überzeugt von der Sinnhaftigkeit der Aktion sind auch die Kultusministerien, die die Schirmherrschaft für „Kinder laufen für Kinder“ übernehmen. Darunter der rheinland-pfälzische Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann:

„Seit 14 Jahren trägt die Initiative ‚Kinder laufen für Kinder‘ nicht nur dazu bei, dass sich viele, viele Schülerinnen und Schüler zugunsten von Bildungs-, Gesundheits- und sozialen Projekten für andere Kinder sportlich betätigen. Die Initiative sorgt auch dafür, dass sich die Kinder und Jugendlichen hierzulande mit der Situation von Gleichaltrigen auseinandersetzen, denen es nicht so gut geht wie ihnen selbst. Mit einer Aktion wird also dabei gleich doppelt Gutes bewirkt. Aus diesem Grund übernehme ich seit Jahren immer wieder sehr gerne die Schirmherrschaft für die Aktion in Rheinland-Pfalz.“

Anmeldung jederzeit möglich:

Die Anmeldung zu einem Schullauf kann jederzeit erfolgen. Die Schulen bestimmen selbst, wann und mit welchem Aufwand sie laufen. Beratung und Unterstützung erhalten sie von einem kompetenten und engagierten Team der Initiative.

Weitere Auskünfte und Informationen oder Anmeldung unter www.kinder-laufen-fuer-kinder.de oder telefonisch unter 089-2189 653-60

Text: Kinder laufen für Kinder


Kinder laufen für Kinder an der 
Grundschule Kaiserslautern-Erfenbach

Da im vergangenen Schuljahr unsere Bundesjugendspiele wetterbedingt ausfallen mussten, machten wir uns auf die Suche nach einer Alternative, denn so ohne Sportveranstaltung wollten wir das Jahr nicht ausklingen lassen. Zufällig stießen wir auf den Kinder-laufen-für-Kinder-Flyer. Dieser und vor allem die zu unterstützenden 
Spendenprojekte sprachen uns gleich an. Spontan entschieden wir uns dafür – und begannen mit den Vorbereitungen. Im übersichtlich aufgebauten Internetportal war uns die Vorgehensweise schnell klar: Lauftag anmelden, Materialpaket anfordern; und nach kurzer Zeit standen uns die wichtigsten Unterlagen zur Verfügung. Gemeinsam entschlossen wir uns dazu, das Projekt „fit4future“ mit unserem Spendenlauf zu unterstützen, da hier Brennpunktschulen und Schulen in sozial schwachen Gebieten innerhalb Deutschlands unterstützt werden.

Die Kinder waren sofort begeistert dabei: Voller Energie und Tatendrang machten sie sich erfolgreich auf die Suche nach Sponsoren. Dabei war es egal, ob niedrige oder höhere Geldbeträge versprochen wurden. Etwas schwieriger gestaltete sich die Suche nach einer geeigneten, möglichst einen Kilometer langen Strecke, die zu einem überschaubar und zum anderen leicht zu erreichen war. Im Nachbarort Siegelbach wurden wir schließlich fündig: Ein um einen kleinen See führender Weg war die optimale Strecke! Recht arbeitsaufwendig, aber dennoch sehr praktisch fanden wir die Eingabe jedes einzelnen Schülers ins Internetportal. Jeder Klassenlehrer gab seine Schüler im Vorfeld ein und musste nach dem Lauf die Spenden und die gelaufenen Kilometer dazufügen. So konnten die Organisatoren aber leicht den Überblick behalten und fehlende Daten eintragen.
Endlich war es so weit: An einem schon etwas kühleren, sonnigen Morgen kurz nach den Herbstferien (10.11.2015) trafen wir uns mit den Schülern an der Laufstrecke. Schnell wurde die Strecke mit Hütchen gekennzeichnet und Stempel als Zählhilfe an die Klassenlehrer ausgeteilt.
Erstaunlich viele Eltern stellten sich als Helfer zur Verfügung. Sie wurden zum einen als Streckenposten eingeteilt, zum anderen sollten sie die Kinder einfach unterstützen und anfeuern. Alle Kinder zeigten sich äußerst anstrengungsbereit: Das Laufen für einen guten Zweck motivierte zusätzlich. So liefen unsere besten Viertklässler 9–10 Runden, aber auch unsere Kleinen strengten sich mächtig an, um möglichst viele Spenden zu erhalten! Erschöpft, aber glücklich machten wir uns nach dem Lauf gemeinsam auf den Heimweg.

Jetzt hieß es in den folgenden Tagen für die Kinder, die Spenden bei ihren Sponsoren einzutreiben und beim Klassenlehrer abzugeben. Die Spenden fielen weit höher aus als erwartet: Wir liefen – bei 145 Schülern – insgesamt 813 Kilometer und erhielten dafür ca. 3600 Euro als Spende!! Jedes Kind bekam zusätzlich eine personalisierte Urkunde (die natürlich im Materialpaket waren!) und die Eltern und Sponsoren einen Dankesbrief (zu finden im Materialangebot des Internetportals). Schön war natürlich auch, dass wir 10 % der Spenden für die Schule behalten durften: Unsere Bücherei konnten wir damit deutlich aufstocken.

Die Rückmeldungen von Elternseite waren sehr positiv: Nie hätten sie ihren Kindern zugetraut, solch weite Strecken zu laufen! Lobenswert fanden sie natürlich auch die Bereitschaft der Kinder, sich für einen guten Zweck so anzustrengen!

Unser Fazit: Allen Beteiligten hat dieser Spendenlauf viel Spaß gemacht! Trotz des Arbeitsaufwandes hat es sich gelohnt, diesen Lauf durchzuführen. Die Unterstützung, das Materialpaket sowie das Online-Materialangebot der Initiative „Kinder laufen für Kinder“ war gut durchdacht und völlig ausreichend. Wir überlegen schon, wieder einen solchen Lauf zu veranstalten. Nicht in diesem Jahr, aber vielleicht im nächsten …

Text und Bilder: Grundschule Erfenbach

Pressekontakt und Bildmaterial:
Initiative „Kinder laufen für Kinder“
Änne Jacobs
Freischützstr. 75, 81927 München
Tel.: 089-2189 653-60 Fax: 089-2189 653-89
info@kinder-laufen-fuer-kinder.de
www.kinder-laufen-fuer-kinder.de

Der VBE fragt – Die Partei antwortet

FDP

Bildungspolitik fängt für die FDP Rheinland-Pfalz nicht mit der Schule, sondern im Kindergarten an. Gerade in der frühen Kindheit werden wichtige Weichen gestellt für den späteren schulischen und beruflichen Erfolg. Dabei geht es weniger darum, die Kinder einem strammen Lehrplan auszusetzen, sondern ihre natürliche Neugier zu wecken und zu befriedigen. In einer ersten Phase war es richtig, Kindertagesstätten auf- und auszubauen, in einer zweiten muss es nun darum gehen, deren Qualität kontinuierlich zu erhöhen. Es reicht nicht, für eine angemessene Unterkunft und Betreuung der Kinder zu sorgen, vielmehr müssen hier auch schon die ersten Lernangebote gemacht werden. Damit unsere Kinder die beste Betreuung und Ausbildung erhalten, wollen wir dafür sorgen, dass es ausreichend Ausbildungs- und Studienplätze sowie Weiterqualifizierungsmöglichkeiten an den Fachschulen für Sozialpädagogik gibt. Eine qualifizierte Kinderbetreuung ist eine wichtige Voraussetzung für einen optimalen Schulstart. Kinder, deren Begeisterung für das Lernen bereits im Kindergarten geweckt wurde, gehen nicht nur besser vorbereitet an die Schule, die Unterschiede im Leistungsniveau fallen auch weniger stark ins Gewicht.

Aber auch die Situation an den Schulen in Rheinland-Pfalz wollen wir verbessern. Wissen vermittelt nicht der Unterricht, der auf dem Stundenplan steht, sondern der, der auch wirklich durchgeführt wird. Unterrichtsausfall ist eine Form der Verschwendung, die wir uns nicht leisten können. Damit nicht jeder Krankheitsfall sofort zu Unterrichtsausfall führt, streben wir langfristig eine „Lehrerversorgung“ von 105 % an. Veränderte gesellschaftliche Strukturen und die Wünsche nach ganzheitlicher Bildung und Erziehung machen den weiteren Ausbau von Ganztagsschulen notwendig. Analog zu den rhythmisierten pädagogischen Konzepten der verpflichtenden Ganztagsschule der G8-Gymnasien in Rheinland-Pfalz setzt Ganztagsschule ein pädagogisch wertvolles durchdachtes Konzept voraus. Ganztagsschulen dürfen sich nicht nur auf ein Betreuungsangebot am Nachmittag konzentrieren. Wir wollen insbesondere für Klassen mit inklusiver Beschulung und mit erhöhtem Sprachförderbedarf die Klassenmesszahl schrittweise reduzieren, um so eine bessere Betreuungs- und Förderquote in den Klassen zu erreichen. Unser Ziel ist eine Klassenmesszahl von 25 Schülerinnen und Schülern in allen weiterführenden Schulen, auch in den Berufsbildenden Schulen, über alle Jahrgänge – zur Verbesserung der individuellen Förderung und zur Entlastung der Lehrkräfte ein wichtiger Baustein zur Optimierung von Unterrichtsqualität.

Schülerinnen und Schülern vor allem in den MINT-Fächern voranzutreiben. Wir möchten die Ausbildung der Lehrerinnen und Lehrer verbessern, zum Beispiel durch höhere Praxisanteile im Lehramtsstudium sowie bundesweite Standards in der Lehrerausbildung anstreben. Die Verantwortung für ein Lehramtsstudium soll bei den Hochschulen und die Referendarausbildung bei den Seminaren und Ausbildungsschulen bleiben.
Außerdem setzen wir uns für eine Stärkung der Stellung der Schulleiterinnen und Schulleiter ein und wollen diese durch fundierte und strukturierte Qualifizierungsprogramme an den Hochschulen und Fortbildungseinrichtungen besser auf ihre Aufgaben vorbereiten. Das ist uns umso wichtiger, da wir ein größeres Mitspracherecht der Schulen anstreben. Wir wollen mehr Mitspracherecht der Schulen und Schulleitung bei der Personalauswahl, mehr Entscheidungsfreiheit zur Profilbildung der Schule entsprechend ihrer Gegebenheiten vor Ort und eine angemessene Budgetierung für die neu gewonnene Freiheit. Das wollen wir mittels eines Schulfreiheitsgesetzes erreichen. Auf eine entsprechende Qualifizierung des Schulpersonals ist zu achten. Schulen sollen die Möglichkeit erhalten, einen technischen Assistenten einzustellen. Dieser ist in der Lage, kompetent und effizient die inzwischen an allen Schulen vorgehaltene Technik zu warten und betriebsbereit zu halten, und so die Lehrerinnen und Lehrer von dieser fachfremden Aufgabe zu entlasten.
Im Verhältnis zur Schülerzahl wollen wir den Schulen ein Fortbildungsbudget für Lehrinnen und Lehrer bereitstellen, über das sie im Wesentlichen eigenständig verfügen kann, um so das schuleigene Fortbildungskonzept passend zur Profilbildung vorantreiben zu können. Damit wollen wir die Schulen in Rheinland- Pfalz in die Lage versetzen sich gezielt an den Bedarf und die Lernsituation ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen. Die Anforderungen an die rheinland-pfälzischen Schulen sind gestiegen, nicht zuletzt auch durch die von der Landesregierung eingeführte Inklusion. Aus Sicht der FDP Rheinland-Pfalz ist die Inklusion sinnvoll, aber nur dann, wenn sie diesen Kindern mit besonderem Förderbedarf und deren Eltern mehr Handlungsfreiheit verschafft und ihnen hilft. Mehr Handlungsfreiheit macht ein mehr an Angeboten erforderlich. Die Inklusion darf daher aus Sicht der FDP Rheinland-Pfalz nicht dazu genutzt werden, an anderer Stelle zu sparen. Echte Wahlfreiheit besteht nur, wenn die Eltern zwischen einer Förderschule oder einer Regelschule entscheiden können. Außerdem gehört zur Inklusion die Bereitstellung qualifizierter Betreuerinnen und Betreuer an den Regelschulen.
Zur Inklusion gehört auch der Ausbau des Beratungsangebotes für die Eltern, um ihnen zu helfen, zwischen Förderschule und Schwerpunktschule die geeignete Schule für ihr Kind zu finden. Die Freien Demokraten fordern den Erhalt der Förderschulen und eine Sicherstellung der Durchlässigkeit zwischen den Schulformen. Eine Reintegration von Förderschülern muss das Ziel sein.

Um die Chancen für Kinder mit besonderem Förderbedarf zu verbessern, wollen wir den begleitenden Übergang von Förderschulen in Regelschulen sicherstellen und an allen Förderschulen den Erwerb der allgemeinen Berufsreife ermöglichen. Integration erfordert mehr, mehr Geld, mehr qualifiziertes Personal, mehr Einrichtungen, nur wenn die Rahmenbedingungen richtig gestaltet werden, wird die Inklusion zu einer wirklichen Verbesserung der Situation der Betroffenen führen. Der Inklusionsbeschluss von SPD und Grünen war nicht mehr als ein Versprechen, dessen eigentliche Umsetzung aber nach wie vor aussteht.

Eine weitere Herausforderung für unser Schulsystem ist die Integration der Flüchtlingskinder. Wir wollen, dass auch Flüchtlingskinder in Rheinland-Pfalz alle Bildungschancen bekommen. Je eher die Integration beginnt, umso besser und am höchsten sind die Erfolgsaussichten im Kindesalter. Allerdings müssen die Kindertagesstätten und Schulen auch entsprechend ausgestattet sein. Das Beherrschen der deutschen Sprache ist ein Schlüsselelement bei der Integration. Die Bildungseinrichtungen müssen daher auf allen Ebenen darauf ausgerichtet sein, Ausländern beim Erlernen der deutschen Sprache optimal unterstützen zu können. Wir wollen die Einrichtung von Sprachförderklassen unterstützen – wenn möglich an den betroffenen Schulen – unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen und Koordinationsstellen für Sprachförderangebote. Zusätzliches Personal und Ressourcen müssen für die Integration bereitgestellt werden. Außerdem müssen wir an den Schulen und Kindergärten auch der psychologischen Belastung der Kinder durch die Flucht Rechnung tragen, indem wir für eine angemessen Betreuung sorgen.

Ein weiterer Schwerpunkt der FDP Rheinland-Pfalz ist unsere Kinder an die verantwortungsbewusste Nutzung moderner Medien heranzuführen. Wir setzen uns dafür ein, dass in allen Schulen die Nutzung moderner Kommunikations- und
Medientechnologien fächerübergreifend intensiver als bisher gelehrt wird. Uns geht es hierbei nicht nur um die Befähigung, also um ein technisches Verständnis, sondern wir wollen auch die Kompetenzen stärken. Um das zu erreichen, wollen wir die Fort- und Weiterbildungsangebote ausbauen, um die Lehrkräfte zu qualifizieren, die für die Zukunftsfähigkeit notwendigen Inhalte zu vermitteln.

Die FDP Rheinland-Pfalz will ein Schulsystem, welches der ganzen Bandbreite unserer Kinder gerecht wird, eines welches den Lehrerinnen und Lehrern ein attraktives Arbeitsumfeld bietet und eines dem wir mit ruhigem Gewissen die Zukunft unseres Landes anvertrauen können.

Wie steht Ihre Partei zur Forderung des VBE nach Gleichstellung der Lehrkräfte in Ausbildung, Arbeitszeit und Besoldung, insbesondere unter Berücksichtigung der Lehrkräfte an Grundschulen, Realschulen plus und Integrierten Gesamtschulen? Wie stehen Sie zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 11. Dezember 2014 (BVerwG 2 C 51.13)?


CDU

Die CDU Rheinland-Pfalz hat von Beginn der Schulstrukturreform an auf den Webfehler der ungleichen Besoldung hingewiesen. Es war deutlich, dass diese Praxis nicht von Dauer sein kann. Leider hat sich die SPD-geführte Landesregierung geweigert, in einem Stufenplan den ehemaligen Hauptschullehrkräften eine realistische Perspektive zum Aufstieg zu eröffnen. Dies rächt sich nun. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts spricht hier eine deutliche Sprache. Die CDU Rheinland-Pfalz wird deshalb im engen Austausch und im Rahmen des Haushalts alles tun, um eine gesetzeskonforme Umsetzung des Urteils zu erreichen.

SPD

Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 11. Dezember 2014 bestätigt, dass sich die Besoldung – nicht nach der übertragenen Aufgabe, sondern nach der erworbenen Qualifikation richtet, die den Zugang zu bestimmten Ämtern und der damit verbundenen Besoldung eröffnet. Außerdem hat das Gericht weiter festgestellt, dass im Falle der Einführung der Realschule plus eine zumutbare und realistische Möglichkeit eröffnet werden muss, berufsbegleitend die Wechselprüfung für das Realschul-plus-Lehramt zu erwerben. Nach Vorlage der Urteilsbegründung hat die Landesregierung die Wechselprüfungsverordnung für Lehrkräfte unverzüglich geändert und ist somit dem Auftrag aus dem Urteil nachgekommen.

In einem Antrag zur Haushaltsaufstellung für 2016 hat die SPD-Landtagsfraktion kürzlich gefordert, dass alle ehemaligen Hauptschullehrkräfte an den Realschulen plus, die einen Antrag auf Wechselprüfung gestellt haben, diese zügig absolvieren können und nach erfolgreich bestandener Prüfung eine zeitlich realistische Perspektive zur Beförderung von der Besoldungsstufe A 12 nach A 13 erhalten, sodass alle infrage kommenden Beförderungen im Laufe der nächsten Legislaturperiode (2016-2021) durchgeführt werden.

Bündnis 90/Die Grünen

Wir GRÜNE haben einen Parteitagsbeschluss, der die Ausbildung zum Stufenlehramt in den Blick nimmt. Damit ist klar, dass wir uns für eine Harmonisierung der Ausbildung sowie die Anpassung der Arbeitszeit und der Bezahlung einsetzen. Dazu bedarf es aber eines Prozederes für den Übergang. Wir halten das Urteil des BVerwG für angemessen und haben deshalb in der Regierungsverantwortung mit einem Entschließungsantrag (Drucksache 16/5988) die parlamentarische Grundlage für Besoldungsgerechtigkeit und unbürokratische Aufstiegsmöglichkeit von Lehrkräften an Grundschulen, Realschulen plus und an der IGS geschaffen.

Die Linke

DIE LINKE unterstützt die Forderung nach einer Gleichstellung aller Lehrkräfte in Ausbildung, Arbeitszeit und Besoldung. Die vom Bundesverwaltungsgericht festgestellte Benachteiligung insbesondere von Grund- und Hauptschullehrerinnen und 
-lehrern durch die LWPO muss beendet werden. Das ist sowohl eine Frage der Gerechtigkeit wie auch der Attraktivität des Lehrerberufs, die wir stärken wollen.

Die LINKE lehnt die in der Wechselprüfungsverordnung enthaltenen Bedingungen ab, die den betroffenen Lehrkräften den Wechsel von A 12 nach A 13 erst nach Ablegung einer weiteren Prüfung ermöglicht. Zudem ist die Übernahme der Lehrerinnen und Lehrer mit bestandener Wechselprüfung erst ab dem Jahr 2017 geplant. Das ist völlig inakzeptabel.

Die Unterrichtsversorgung ist ein Dauerthema in der schulpolitischen Debatte. Sie ist grundlegend für die Realisierung zentraler pädagogischer Entwicklungen. In keinem Schuljahr der letzten Legislaturperiode wurde eine Vollversorgung für den schulischen Unterricht erreicht. Wie will Ihre Partei – falls überhaupt – dieses Problem lösen und eine Unterrichts-Vollversorgung herstellen?


CDU

Die CDU-Landtagsfraktion hat in den jüngsten Haushaltsberatungen in einem ersten Schritt die Schaffung von 600 zusätzlichen Lehrerstellen vorgeschlagen. Das wurde sauber gegenfinanziert – auch in Zeiten der Schuldenbremse. Damit ist die hundertprozentige Unterrichtsversorgung bereits in greifbarer Nähe. Zudem haben wir vorgeschlagen, die Vielzahl befristeter Kettenverträge für Junglehrkräfte in reguläre Planstellen umzuwandeln und diese den Schulen über die vollständige Unterrichtsversorgung hinaus zuzuweisen. Das wollen wir mit besonderen Anreizen für Lehrer mit Mangelfächern verbinden, damit nicht nur die Zahl stimmt, sondern auch die abzudeckenden Unterrichtsfächer.

SPD

Die Unterrichtsversorgung in Rheinland-Pfalz wird aufgrund vorausschauender Personalplanung und gezielter Anstrengungen seit Jahren auf hohem Niveau gesichert. Der Versorgungsgrad liegt in diesem Schuljahr im Bereich der allgemeinbildenden Schulen bei durchschnittlich 98,6 Prozent und konnte somit zum zweiten Mal in Folge verbessert werden. Mit einem Wert von 96,9 Prozent erreichen die öffentlichen berufsbildenden Schulen im aktuellen Schuljahr den besten Versorgungsgrad seit Einführung der amtlichen Berechnung und die Gymnasien mit 98,7 % den höchsten Wert seit 1993. Seit dem Schuljahr 2009/2010 wurden dafür fast 10.000 Lehrkräfte neu eingestellt.

Damit können die allgemeinbildenden Schulen sowohl den Pflichtunterricht abdecken als auch vielfältige Förder- und Differenzierungsangebote anbieten. Beides zusammen genommen ist in Rheinland-Pfalz – anders als in anderen Bundesländern – die Messlatte für die Berechnung der 100-Prozent-Marke.

Zur besseren Organisation des Vertretungsbedarfs wurde zum Schuljahr 2011/2012 ein Vertretungspool von dauerhaften Beamtenplanstellen eingerichtet, der seit dem Schuljahr 2015/2016 800 Stellen umfasst und zum Schuljahr 2016/2017 auf 1.000 Planstellen ausgebaut wird. Dies minimiert die Zahl der befristeten Arbeitsverträge im Bereich der Vertretungskräfte und verbessert die Arbeitsbedingungen junger Lehrkräfte.

Für die SPD in Rheinland-Pfalz hat die Sicherung einer guten Unterrichtsversorgung als wichtigste Grundlage einer gelungenen Schulpolitik auch zukünftig oberste Priorität. Wir sind schon große Schritte vorangekommen und wollen eine 100-Prozent-Unterrichtsversorgung erreichen.

Bündnis 90 / Die Grünen

Die Unterrichtsversorgung für das Land wurde mit einem Versorgungsgrad von 98,6 % für das Schuljahr 2015/2016 erneut verbessert. Bei einer statistischen Bewertung der Unterrichtsversorgung des Landes Rheinland-Pfalz ist zu beachten, dass die Bemessungsgrundlage in Rheinland-Pfalz nicht nur den Pflichtunterricht – sondern auch sämtliche Förder- und Differenzierungsmaßnahmen mit einschließt, wie es in Hessen beispielsweise nicht der Fall ist. Mit einem Wert von 96,9 % bei der strukturellen Unterrichtsversorgung erreichen die öffentlichen berufsbildenden Schulen im aktuellen Schuljahr den besten Versorgungsgrad seit Einführung der amtlichen Berechnung.

Wir GRÜNE sind der Auffassung, dass für die Vermittlung von schulischen Bildungsinhalten und Kompetenzen immer eine hundertprozentige Unterrichtsversorgung anzustreben ist. Diese ließe sich dann realisieren, wenn sich insbesondere für die Segmente der Förderschule sowie der berufsbildenden Schule mehr junge Menschen für ein Lehramt entscheiden und die Lehramtsausbildung in Rheinland-Pfalz hin zu einem schulartübergreifenden Stufenlehramt reformiert würde, wie es in anderen Bundesländern bereits umgesetzt wurde. Ein Lehramtsstudium, das sich nicht an Schularten, sondern am Alter der Schülerinnen und Schüler sowie an unterrichtsbezogenen Profilen orientiert, kann besser auf die individuelle Förderung aller Kinder vorbereiten. Den Master betreffend müssen einheitliche Regelungen für alle Lehrämter etabliert werden.

Die Linke

DIE LINKE fordert eine Unterrichtsgarantie für alle Schülerinnen und Schüler. Um den Lehrermangel zu bekämpfen, verlangen wir die Rücknahme der Streichung von 2.000 Lehrerplanstellen und zusätzliche Stellen an berufsbildenden Schulen und Förderschulen. Die skandalöse Praxis der rot-grünen Landesregierung, Lehrerinnen und Lehrer nur befristet zu beschäftigen und in den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit zu schicken, muss ein Ende haben. Dazu bedarf es der bedarfsgerechten Einstellung neuer Lehrerinnen und Lehrer und einer vorausschauenden Planung notwendiger Personalkapazitäten sowie des Aufbaus einer bedarfsdeckenden Vertretungsreserve.

Nach ihrer Reform bestehen in der rheinland-pfälzischen Lehrerbildung die tradierten Unterschiede unter den Lehrkräften fort. Mit den wachsenden Anforderungen an die durch strukturelle Veränderungen erforderliche höhere Flexibilität der Lehrkräfte ist dies wenig vereinbar. Wie steht Ihre Partei zu einer Fortsetzung der Lehrerbildungsreform, die die schulischen Veränderungen berücksichtigt und allen Absolventen nach dem Hochschulstudium (nicht erst nach der zweiten Ausbildungsphase) den Masterabschluss vermittelt?


CDU

Die CDU Rheinland-Pfalz hält an der schulartspezifischen Lehrerbildung fest. Dabei geht es uns nicht um die Besoldungshöhe, sondern um die pädagogische Spezialisierung, die wir für die Schüler brauchen. Förderschullehrer sind beispielsweise nicht zu ersetzen. Es reicht eben nicht aus, alle anderen Lehrer in einem Schnellkurs in Förderpädagogik fortzubilden. Die spezifischen Bildungszugänge müssen gestärkt werden. Hierfür brauchen wir Spezialisten, die für jeden Schüler den richtigen Zugang schaffen können.

SPD

Mit der Reform der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung in Rheinland wurde u. a. gerade auf die veränderten Anforderungen, die sich zukünftigen Lehrkräften stellen, eingegangen. Ausgehend von einem in den ersten vier Semestern weitgehend lehramtsübergreifenden Bachelorstudium, das Mobilität und Flexibilität bereits während der ersten Ausbildungsphase ermöglicht, orientieren sich die Inhalte und zu erwerbenden Kompetenzen der folgenden Semester gerade an den strukturellen, inhaltlichen und pädagogischen Anforderungen der schulischen Realität in Rheinland-Pfalz. Durch die lehramtsübergreifenden Studienanteile wird auch eine im Vergleich zur Ausbildungssituation vor der Reform deutlich höhere Flexibilität für bereits ausgebildete Lehrkräfte erreicht: Die Lehrbefähigung für ein zusätzliches Lehramt kann von den Lehrkräften durch das Absolvieren einer sog. Wechselprüfung erreicht werden. In Rheinland-Pfalz führen alle lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengänge gerade unter Berücksichtigung inhaltlicher und struktureller Anforderungen der verschiedenen Lehrämter zum akademischen Abschluss Master of Education.

Bündnis 90 / Die Grünen

siehe Frage 2

Die Linke

Sinnvoll wäre nach unserer Auffassung eine gemeinsame Grundausbildung aller Lehrkräfte (Lehrer/-innen für Grundstufe, SEK. I und Sek. II sowie Förderschullehrer/-innen) . Danach folgte eine Differenzierung nach Fächerschwerpunkten sowie weiteren Schwerpunktsetzungen, z. B. für bestimmte Beeinträchtigungen/Behinderungen. Alle Lehrkräfte würden nach der Ausbildung gleich bezahlt. Zwingender Bestandteil der Lehrerausbildung sollte die Förderpädagogik und die Diagnostik sein.

Die Inklusion wurde im rheinland-pfälzischen Schulgesetz als pädagogischer Auftrag für alle Schulen verankert. Faktisch haben die Eltern ein Wahlrecht unter Schwerpunktschulen oder Förderschulen. Überdies wird mit der Einrichtung von Förder- und Beratungszentren die Integrierte Förderung an den Schulen abgebaut. Wie steht Ihre Partei zur Zukunft der Inklusion, soll sie alle Schulen einbeziehen oder soll so verfahren werden wie jetzt?


CDU

Die CDU Rheinland-Pfalz sieht in der Inklusion große Chancen für alle Schüler, neue Bildungszugänge kennenzulernen und neue Formen des Miteinanders zu erleben. Für die CDU Rheinland-Pfalz muss jedoch die Qualität stimmen. Unabhängig vom Förderort muss die förderpädagogische Ausstattung garantiert werden. Wir sehen jedoch, dass in vielen Schwerpunktschulen und in der Einzelintegration die Ausstattung mit Förderlehrerstunden unzureichend ist. Deshalb wollen wir die Inklusion neu ordnen. Das Kindeswohl muss im Vordergrund stehen. Jeder inklusive Schulplatz, den wir anbieten, muss auch ausreichend förderpädagogisch flankiert sein. Für die CDU Rheinland-Pfalz nehmen die Förderschulen einen selbstverständlichen Platz in der Inklusion ein. Sie leisten eine großartige Arbeit. Wir wollen deshalb auch prüfen, ob nicht auch eine umgekehrte Inklusion möglich ist. Das bedeutet, dass wir Anregungen aufgreifen werden, um Kooperationen von Förderschulen und Regelschulen zu intensivieren.

SPD

Wir haben das Elternwahlrecht im Schulgesetz verankert und halten daran fest. Inklusion, also der gemeinsame Unterricht behinderter und nicht behinderter Kinder, wird in Rheinland-Pfalz mindestens seit der Einführung der Schwerpunktschulen im Jahr 2001 stetig, aber umsichtig vorangebracht. Ca. 30 % der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden nach dem Willen ihrer Eltern in diesem Schuljahr inklusiv beschult. Förder- und Beratungszentren unterstützen Eltern, Schüler und Schulen. Die SPD wird weiter für die Akzeptanz von inklusivem Unterricht werben und sich u. a. dafür einsetzen, dass im Hinblick auf den Ausbau integrativer Bildung sukzessive auch Integrierte Gesamtschulen und Gymnasien verstärkt einbezogen werden. Es würde uns freuen, wenn uns der VBE auf diesem Weg unterstützt.

Bündnis 90 / Die Grünen

Inklusion ist Aufgabe aller Schulen, so haben wir es im Schulgesetz festgeschrieben. Sie ist und bleibt damit die zentrale Aufgabe unserer Bildungspolitik. Unter Inklusion verstehen wir GRÜNE die Normalität der Vielfalt. Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) verpflichtet Bund, Länder und Kommunen gleichermaßen zur Umsetzung von Inklusion. Artikel 24 erkennt das Recht behinderter Menschen auf Bildung an und normiert zweifelsfrei ein inklusives Bildungssystem. Die Schritte zu einer inklusiven Gesellschaft muss Rheinland-Pfalz auf unterschiedlichen Wegen und mehreren Ebenen gehen. Mittelfristig muss erreicht werden, dass Inklusion in der rheinland-pfälzischen Bildungslandschaft zu einem festen Bestandteil vorhandener Regelstrukturen gehört. Wir GRÜNE begrüßen daher „Eine Schule für Alle“, in der Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen länger mit- und voneinander lernen können. Wir GRÜNE verstehen unter Inklusion mehr als „nur“ den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Inklusion heißt Anerkennung von Vielfalt und eine inklusive Bildung wird dem Anspruch einer didaktischen Binnendifferenzierung gerecht, die einem zunehmend bildungsheterogenen Unterrichtssetting in geeigneter Weise Rechnung trägt. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat im Zuge des UN-Beschlusses die rechtlichen Voraussetzungen für ein inklusives Bildungssystem geschaffen und das Schulgesetz zur Umsetzung der Inklusion novelliert. Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen ist gem. § 3 SchulG der Vorrang des gemeinsamen Unterrichts zu gewähren. Der Ministerrat des Landes hat 2013 ferner ein Landeskonzept für die Weiterentwicklung der Inklusion im schulischen Bereich beschlossen, um Kindern und Jugendlichen optimale Teilhabechancen im schulischen Bereich zu ermöglichen.

Schülerinnen und Schülern mit einem festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf steht gem. § 59 Abs. 4 SchulG das Recht zu, neben der Förderschule auch die Regelschule zu besuchen. Mit der Schulgesetznovelle, die im Juli 2014 verabschiedet wurde, ist den Eltern ein vorbehaltloses Wahlrecht eingeräumt worden, ein inklusives Unterrichtsangebot an einer „Schwerpunktschule“ in Anspruch zu nehmen. Wir GRÜNE begrüßen sehr, dass seit dem Schuljahr 2014/2015 insgesamt zwölf Förder- und Beratungszentren für den Ausbau der schulischen Inklusion in Rheinland-Pfalz existieren und zum Schuljahr 2015/2016 acht neue Förder- und Beratungszentren geplant sind. Das am 11.11. verabschiedete „Gesetz zur Stärkung der inklusiven Kompetenz und der Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte“ (IKFWBLLehrG) versteht sich in diesem Zusammenhang als Unterstützung für unsere Lehrkräfte, auf die mit dem gemeinsamen, zieldifferenten Unterricht veränderte Aufgaben zukommen. Das neue Gesetz bildet somit einen wichtigen Mosaikstein in unserem Bild einer gerechteren Gesellschaft mit mehr Wertschätzung für jeden einzelnen Menschen. Das neue Gesetz nimmt konkret alle Phasen der Lehrkräftebildung, nämlich Studium, Vorbereitungsdienst sowie Fort- und Weiterbildung in den Blick; es verzahnt gemeinsame Elemente und stimmt komplementäre aufeinander ab. Die Qualifizierung der Lehrkräfte wird verpflichtend festgeschrieben – auch für die Schulleitungen –, um sie für den in § 14 a Abs. 1 des Schulgesetzes beschriebenen Auftrag zu stärken.

Die Linke

Mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und dem damit verbundenen Rechtsanspruch auf inklusive Bildung steht die gesamte Gesellschaft vor einer Aufgabe, die nicht »nebenbei« erledigt werden kann. Hier bedarf es eines zielgerichteten und nachhaltigen Vorgehens, bei der sich alle Beteiligten – Schülerschaft, Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern, Schulträger — auf den Weg machen müssen.

Ein Bildungssystem, welches nach Leistungsfeststellungen in unterschiedliche Schularten einteilt, kann kein Bildungssystem der Inklusion werden. Neben der dringlichen Aufgabe, Barrierefreiheit zu verwirklichen, muss jeder Schule mindestens eine sonderpädagogische Fachkraft zur Seite stehen. Darüber hinaus wollen wir multiprofessionelle Teams an allen Schulen etablieren, bestehend aus Lehrkräften, Fachkräften der Sozial- und Sonderpädagogik, Schulpsychologie sowie anderen Professionen der Schulbegleitung. Inklusion ist nicht nur eine Pädagogik für Kinder mit Beeinträchtigungen. Inklusion ist für uns ein gesamtgesellschaftlicher Prozess, den wir umfassend unterstützen werden. Wir wollen eine verbindliche Umsetzung des Rechtsanspruchs auf inklusiven Unterricht bis spätestens 2020 in allen öffentlichen Schulen erreichen.

Ohne Zweifel sind Zuwanderung und Verbleib der Kinder und Jugendlichen aus Flüchtlingsfamilien eine große Herausforderung für das rheinland-pfälzische Schulwesen. Wie will Ihre Partei eine entsprechende pädagogische Förderung und Integration sicherstellen und welche organisatorischen Maßnahmen – wie z. B. Vorlaufklassen vs. integrierte Förderung – sollen das unterstützen?


CDU

Wir haben uns in vielfältigen Gesprächen mit Schulleitern, Lehrern und Sprachlehrern ausgetauscht. Um eine effektive Sprachförderung zu erreichen, wollen wir eigene Deutschvorlaufkurse für Schüler, die jüngst aus dem Ausland nach Deutschland zuziehen. Hier werden sie sprachlich, aber auch inhaltlich auf den Schulalltag in Deutschland vorbereitet. Während dieser Zeit erfolgt auch eine Diagnose hinsichtlich möglicher Traumatisierungen, aber auch ihrer Leistungsfähigkeit und ihres Begabungsprofils. Auf dieser Basis kann dann eine zielgenaue Zuweisung an eine Schule erfolgen. Denn es ist der falsche Weg, vorrangig die Realschulen plus mit dieser Aufgabe zu betrauen. Für viele Flüchtlingskinder wäre eine Gesamtschule oder auch ein Gymnasium die richtige Schulwahl. Auf Traumatisierungen kann an Schwerpunktschulen und Förderschulen besser eingegangen werden. Der Verbleib in der Vorlaufklasse muss flexibel, je nach Lernfortschritt, für maximal ein Jahr erfolgen. Die Vorlaufklassen haben aber auch den Vorteil, dass die Zuweisungen der Flüchtlingsschüler an die Schulen immer zum Halbjahreswechsel erfolgen können. Das schafft für die aufnehmenden Schulen Planungssicherheit und Ruhe. Dieses Konzept halten wir für überzeugender als das Festhalten an dem Prinzip der integrierten Förderung. Denn angesichts der großen Zahl der zu uns kommenden Schüler hat sich dieser Ansatz schlicht überholt. Viele Lehrer berichten uns, dass der Unterricht durch die häufigen Wechsel und eine unzureichende Sprachförderung gestört und dem einzelnen Lehrer zu viel abverlangt wird.

SPD

Die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler ist eine zentrale Aufgabe aller unserer Schulen. Mit dem breiten Angebot an Schulformen, dem flächendeckenden Ausbau von Ganztagsschulen, in denen mehr Zeit für die Förderung des Einzelnen bleibt, der Reduzierung der Klassengrößen, einer guten Unterrichtsversorgung und dem dichten Netz an Schulsozialarbeit und schulpsychologischen Beratungszentren sind auch für die Integration der Flüchtlingskinder in Rheinland-Pfalz sehr gute Voraussetzungen geschaffen.

Die Mittel für Sprachförderung an Schulen wurden auch auf Initiative von SPD und Grünen um rund 4 Mio. Euro (davon 
2.1 Mio. Euro durch einen zusätzlichen HH-Antrag) von 22.252.000 Euro auf 26.252.000 Mio. Euro erhöht. Rund 400 Vollzeitkräfte sind in diesem Schuljahr in Rheinland-Pfalz für Deutsch-Intensivkurse eingesetzt, deren Zahl seit Ende des letzten Schuljahres von 151 auf 324 am 1.12.2015 angewachsen ist. Schülerinnen und Schüler nehmen während der Maßnahme in Fächern wie Sport, Kunst und Mathematik am Regelunterricht teil und – davon sind wir und auch viele Experten und Lehrkräfte überzeugt – können so leichter in ihr neues Umfeld integriert werden.

Neben der Initiative von Rot/Grün zur Erhöhung der Mittel für Sprachförderung um weitere 2,1 Mio. Euro haben wir auch beantragt, dem Pädagogischen Landesinstitut zweckgebunden für die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften zur Sprachförderung insgesamt 150.000 Euro mehr Mittel zuzuweisen. Damit werden Deutsch-Intensivkurse entsprechend dem Bedarf weiter ausgebaut und insbesondere die Berufsbildenden Schulen in ihrer Förderarbeit unterstützt. Wir sehen Rheinland-Pfalz damit für die anstehenden Herausforderungen gut gerüstet.

Bündnis 90 / Die Grünen

Wir GRÜNE sind davon überzeugt, dass Sprache eine zentrale Voraussetzung für die Integration von Menschen ist, aber eben nur eine von mehreren. Wir halten segregierende Deutschvorlaufkurse für problematisch, weil sie den Kindern und Jugendlichen das Ankommen im Schulalltag und unter Gleichaltrigen erschweren. Wir sind überzeugt, dass das kulturelle und soziale Lernen in der Klasse in Kombination mit gezieltem DaZ-Unterricht den besseren Weg eröffnet. Aus unserer Sicht müssen schulische Deutsch-Intensivkurse Vorrang vor anderen Formen der Sprachförderung haben. Aktuell sind an den Schulen des Landes bereits 324 Deutsch-Intensivkurse eingerichtet, um auf Zuzüge von Kindern und Jugendlichen ohne Deutschkenntnisse im laufenden Schuljahr flexibel und bedarfsgerecht reagieren zu können. Hierfür werden 400 Vollzeitlehrereinheiten eingesetzt.

Die Linke

Am allerwichtigsten ist, dass Bildungsangebote für Flüchtlingskinder so früh wie möglich ansetzen. Das muss bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen sichergestellt werden. Durch den verlängerten Aufenthalt in den Einrichtungen von bis zu sechs Monaten droht den Kindern sonst eine lange Zeit verloren zu gehen. In den Schulen müssen die Kinder von Anfang integriert, das heißt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der bereits bestehenden Klassen unterrichtet werden. Das schließt Vorlaufklassen nicht aus, die insbesondere für den Spracherwerb eine wichtige Rolle spielen. Vorlaufklassen und bestehende Klassen müssen allerdings organisatorisch, inhaltlich und zeitlich so verzahnt werden, dass gemeinsames Lernen möglich wird. Für diese anspruchsvolle Arbeit brauchen die Schulen Fachleute z. B. im Umgang mit traumatisierten Kindern oder für Sprachförderung. Das geht nicht aus dem ohnehin zu knapp bemessenen Personalbestand. Es bedarf höherer Lehrkräftezuweisungen, um den besondere Bedürfnissen dieser Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden.

Im letzten Jahr haben 2.357 Schulabsolventinnen bzw. -absolventen keinen Schulabschluss (Berufsreife) erhalten. Das entspricht einem Anteil von 5,5 %. Diese Quote ist in den letzten Jahren weitgehend stabil. Was will Ihre Partei tun, um allen Schülerinnen und Schülern einen Schulabschluss zu vermitteln?


CDU

Jeder Schüler hat Stärken und Begabungen. Deshalb muss es darum gehen, auf die Stärken der Schüler einzugehen, die es bisher schwer haben, an unseren Schulen erfolgreich abzuschließen. Deshalb wollen wir den Unterricht der Schüler, die einen Berufsreifeabschluss anstreben, neigungsspezifischer fokussieren. Das heißt für uns, dass wir den praktischen Bildungszugang deutlich ausbauen und stärken wollen. Daher wollen wir in der Mittelstufe die Praxistage deutlich ausbauen und den Unterricht sehr viel stärker an die praktischen Tätigkeiten anbinden. Gleichzeitig ist eine Stärkung des sozialen Lernens im praktischen Erleben ein weiterer wichtiger Baustein, um die Ausbildungsfähigkeit herzustellen. Allein der Erfolg im praktischen Bereich kann den Lernerfolg beflügeln. In diesem Zusammenhang halten wir auch eine intensivere Vernetzung mit den berufsbildenden Schulen für sehr hilfreich. Vereinzelte Projekte wie „Keiner ohne Abschluss“ können keine befriedigende Antwort auf die Herausforderung, vermeintlich schwachen Schülern Perspektiven zu bieten, liefern.

SPD

Durch gezielte individuelle Förderangebote und Initiativen wie die an 10 Realschulen plus eingerichteten „Keine(r) ohne Abschluss“-Klassen konnte der Anteil von Abgängerinnen und Abgängern ohne Schulabschluss in den letzten Jahren verringert werden und Rheinland-Pfalz seinen Spitzenplatz im Ländervergleich halten und stabilisieren. Diese Maßnahmen möchten wir weiter fortführen. Ziel muss es sein, die Absolventenquote der Jugendlichen ohne Schulabschluss weiter deutlich zu verringern.

Dazu werden auch im berufsbildenden System strukturelle und pädagogische Weiterentwicklungsmaßnahmen in der Berufsfachschule I und im Berufsvorbereitungsjahr ergriffen, um die Chancen der Schülerinnen und Schüler auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern.

Bündnis 90 / Die Grünen

Für die Chancen junger Menschen sind die Übergänge von der Schule ins Berufsleben entscheidend. Wir wollen allen Jugendlichen eine klare Perspektive auf eine Berufsausbildung bieten. Angebote in der Ausbildungsvorbereitung wollen wir auf die Jugendlichen ohne hinreichende Ausbildungs- und Betriebsreife konzentrieren. Für die am Ausbildungsmarkt benachteiligten Jugendlichen müssen anrechnungsfähige Qualifizierungen im Mittelpunkt stehen, statt sie in Warteschleifen ohne klar definierte Fortschritte zu halten. Dazu brauchen wir eine Reform des Übergangssystems, die alle beteiligten Akteurinnen und Akteure einbezieht und einheitliche Anlaufstellen mit sozialpädagogischer Unterstützungsstruktur anbietet. Dafür wollen wir zusätzliche Jugendberufsagenturen mit dem Ziel flächendeckender Zuständigkeitsbereiche einführen.

Die Linke

Das längst überholte, gegliederte Schulsystem, das Kinder aus einkommensschwächeren Verhältnissen benachteiligt, muss abgelöst werden. Denn ein gerechtes Schulsystem fördert alle Kinder unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und finanziellen Situation allein nach ihren Begabungen. Nach Klasse 10 erlangen alle Schülerinnen und Schüler den gleichen und landesweit einheitlichen Bildungsabschluss mittlere Reife. Längeres gemeinsames Lernen ist, wie beispielswiese die erfolgreichen Schulsysteme der skandinavischen Länder zeigen, ein Schlüssel zum Schulerfolg für alle Schülerinnen und Schüler.

Bereits im Kita-Bereich muss z. B. durch kleinere Kita-Gruppen eine wirklich kindgerechte Betreuung gewährleistet werden. Eine Schlüsselrolle soll aus unserer Sicht die gezielte Sprachförderung aller Kinder, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, spielen. Dazu ist der Herkunftssprachenunterricht (HSU) auszubauen und in seiner Bedeutung für den Schulerfolg zu stärken.

In der Bildungspolitik spielt insgesamt die Frage der Finanzierung eine zentrale Rolle. Immer wieder fehlen die Mittel, um schulpolitische Vorhaben so umzusetzen, wie sie intendiert sind. Wie geht Ihre Partei mit diesem offensichtlichen Dilemma um? Sollten ggf. die vorhandenen Mittel umgeschichtet werden oder denken Sie auch an eine Steuererhöhung zugunsten eines besseren Bildungsangebots?


CDU

Steuererhöhungen sind auf Landesebene kaum möglich. Die Landesregierung hat in den vergangenen Jahren ihre Einnahmemöglichkeiten bereits erhöht, hat aber gleichzeitig auch Lehrerstellen abgebaut und trotzdem keine neuen Spielräume für Bildung schaffen können. Es geht deshalb darum, die richtigen Schwerpunkte zu setzen. Statt AQS, Energieagentur, Friedensakademie hätte die rot-grüne Landesregierung seit Jahren den Schwerpunkt auf eine vollständige Unterrichtsversorgung und eine verbesserte individuelle Förderung legen müssen. Es geht deshalb darum, im Landeshaushalt die richtigen Schwerpunkte für eine qualitativ gute Bildung zu setzen.

SPD

Nicht nur in der Bildungspolitik, sondern in allen Bereichen spielt die Finanzierung eine zentrale Rolle. So gibt es emsige politische Diskussionen bei der verkehrlichen Infrastruktur, der inneren Sicherheit sowie der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. Da die Schuldenbremse bis 2020 eine Neuverschuldung von Null vorsieht, muss eine politische Schwerpunktsetzung erfolgen. Für die SPD ist Bildung nachgewiesenermaßen ein besonderes Schwerpunktthema und von oberster Priorität. Zudem setzen wir uns bei den Verhandlungen über eine Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen für eine aufgabenadäquate Verteilung der finanziellen Mittel ein – gerade mit dem Argument, dass die Finanzierung von Bildung eine der zentralen Zukunftsaufgaben darstellt. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass das Kooperationsverbot für gesamtstaatliche Aufgaben im Bildungsbereich wie Ganztagsschule, Inklusion, Schulsozialarbeit, Sprachförderung für Flüchtlingskinder etc. aufgehoben wird. Eine Erhöhung von Landessteuern lehnen wir ab.

Bündnis 90 / Die Grünen

Für uns GRÜNE ist und bleibt die Konsolidierung des Haushalts ein wichtiges Ziel. Denn das verstehen wir unter einer generationengerechten Haushaltspolitik, die wir konsequent weiterverfolgen müssen. Da die Gesamtausgaben des Einzelplans 09 einen Anteil von rund 40 % an den Gesamtausgaben des Landes ausmachen, ist eine wirksame Konsolidierung ohne Maßnahmen, die auch den Einzelplan des Bildungsministeriums betreffen, leider nicht umsetzbar. Klar ist aber auch: Wir brauchen auch in Zeiten der Schuldenbremse deutlich mehr Investitionen in Bildung. An den Schulen ist das genauso deutlich wie im Hochschulwesen. Mit den Hochschulpakten ist es gelungen, zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Länder durch den Bund zu erhalten. Leider ist diese Unterstützung bislang nicht dauerhaft. Für den Schulbereich gibt es nichts Vergleichbares. Wir setzen uns daher für eine Aufhebung des Kooperationsverbots auch für den Schulbereich ein, damit der Bund die Länder dauerhaft und in der Fläche finanziell unterstützen kann.

Die Linke

Die Schuldenbremse in der derzeitigen Form stranguliert das Land. Haushaltspolitik und Wirtschaft sollen den Menschen dienen – und nicht umgekehrt. Jede Investition, die heute unter dem Diktat der „schwarzen Null“ und durch Schuldenbremsen verhindert wird, wird sich morgen auf der Schuldenseite wiederfinden. DIE LINKE fordert einen grundlegenden Kurswechsel beim Landeshaushalt. Wir wollen die Steuereinnahmen durch einen höheren Spitzensteuersatz, angemessene Unternehmenssteuern und das Schließen von Schlupflöchern erhöhen.