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22.06.2011 - Unterrichtsausfall zum nächsten Schuljahr scheint gesichert
Schlagwort: Unterrichtsversorgung Johannes Müller: Der Unterrichtsausfall zum nächsten Schuljahr scheint gesichert / Wird die nächste Schulstatistik 2011/2012 zur Farce? / VBE warnt vor Einbrüchen durch schulpolitischen Rotstift der Landesregierung
„Der VBE Rheinland-Pfalz geht - trotz der aktuellen Aufholjagd der Landesregierung bei den Vertretungsverträgen - von einem erheblichen Unterrichtsausfall im neuen Schuljahr 2011/2012 aus. Dafür gibt es folgende Anhaltspunkte: · Informationen zufolge muss an den Schulen von vornherein ein strukturelles Defizit von 3 % im nächsten Schuljahr eingeplant werden. Darin sind die Ausfälle durch Krankheiten u. ä. noch gar nicht enthalten. Aller Erfahrung nach ist das tatsächliche Defizit fast doppelt so hoch wie der strukturelle Wert. Der VBE geht von einem rechnerischen Minus von mehr als 1.000 Lehrerstellen aus. · Zwar hat das Bildungsministerium den Stopp bei den langfristigen Vertretungsverträgen aufgehoben und weitere Mittel zur Verfügung gestellt. Allerdings werden diese Gelder nicht ausreichen. Wir gehen davon aus, dass längst nicht alle Vertretungsverträge verlängert werden. Der VBE rechnet mit einem Minus von 20%, das sind ca. 500 Vertretungslehrkräfte weniger. · Auch die – begrüßenswerte - Einrichtung einer landesweiten Lehrerreserve im Umfang von 200 Planstellen wird den Einbruch nicht kompensieren können. In der Bildung wird also gespart, trotz gegenteiliger Ankündigungen vor der Landtagswahl. Die Einschnitte werden in allen Bildungsbereichen spürbar werden, besonders aber bei der Unterrichtsversorgung. Auch wenn nach aller Erfahrung kurz vor Schuljahresbeginn noch nachgebessert wird, scheint schon jetzt festzustehen: Der Unterrichtsausfall zum nächsten Schuljahr ist gesichert.“ Der Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE, Johannes Müller, äußerte sich heute kurz vor Ablauf des „alten“ Schuljahres zur künftig absehbaren Unterrichtsversorgung im kommenden Schuljahr 2011/2012. Hintergrund dafür sind die in den letzten Wochen deutlich gewordenen Sparpläne der neuen Landesregierung im Schul- und Bildungsbereich. Der VBE-Landeschef wies darauf hin, dass der nächsten, für das kommende Schuljahr gültigen Schulstatistik besondere Bedeutung zukomme. Durch den frühen Start des Schuljahres – der Unterricht beginnt am 08. August 2011 – werde die Schulstatistik bereits am 25. August 2011 erhoben. „Die meisten Vertretungsverträge laufen aber bis zum 16. September 2011, werden also in der Statistik mitgezählt“, so der VBE-Landesvorsitzende. „Das heißt aber auch, dass die Statistik des Bildungsministeriums nichts mehr wert ist, wenn nicht alle mitgezählten Unterrichtsvertretungen verlängert werden. Die Schulstatistik für das Schuljahr 2011/2012 könnte damit schnell zur Farce werden. Wir fordern deshalb Bildungsministerin Ahnen auf, den Termin für die Schulstatistik auf Ende September zu verlegen.“ |
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