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13.09.2011 - VBE zum aktuellen OECD-Bildungsbericht: Deutschland bleibt eine lahme Ente
Schlagwort: Bildungspolitik Landesregierung muss aktuellen OECD-Bericht sehr ernst nehmen / Wir brauchen die volle demografische Rendite für schulpolitische Verbesserungen / Grundschulen bleiben im internationalen Vergleich unterfinanziert
„Angesichts ihres erkennbaren schulpolitischen Sparkurses sollte die rheinland-pfälzische Landesregierung den diesjährigen OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2011“ sehr ernst nehmen. Gerade weil eine möglichst gute Bildung die beste Vorsorge für ökonomische und gesellschaftliche Teilhabe ist – wie der Bericht zeigt, muss in der Bildungspolitik weiter investiert werden. Der VBE fordert deshalb, dass die durch Schülerrückgang frei werdenden Ressourcen – also die demografische Rendite – vollständig zur Verbesserung des rheinland-pfälzischen Bildungsangebotes genutzt werden. Schulpolitische Einschnitte, wie sie von der Landesregierung z.B. durch die Streichung von 2.000 Lehrerstellen geplant werden, sind Gift für Wirtschaft, Gesellschaft und Individuum!“ Mit dieser Stellungnahme äußerte sich heute in Mainz der Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE, Johannes Müller, zur Veröffentlichung des diesjährigen OECD-Berichtes „Bildung auf einen Blick 2011“. „Die Studie belegt außerdem: In die Grundbildung wird besonders wenig investiert“, so der VBE-Landeschef. Hierzulande sind laut OECD die Grundschulklassen größer, die Lehrer/Schüler-Quote ist schlechter und der Unterrichtsumfang ist geringer. Noch immer geben wir für Gymnasiasten ungefähr ein Drittel mehr aus als für Grundschüler. Dieses Missverhältnis muss nach oben angepasst werden!“ „Deutschland bleibt in der Bildungspolitik eine lahme Ente. Die Steigerung der Bildungsausgaben in absoluten Zahlen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Ziel, diese Ausgaben auf über 10 % des Bruttoinlandsproduktes zu steigern, wieder verfehlt wurde. Deutsche Absolventen drohen den Anschluss zu verpassen.“ Der VBE fordere die Landesregierung auf, alle im Schulsystem frei werdenden Ressourcen für die Bildung zu sichern. Johannes Müller: „Wenn unsere Schulen mehr und besser qualifizieren sollen, dann darf in der Bildungspolitik kein Cent eingespart werden. Der OECD-Bericht 2011 ist hierfür eine unübersehbare Mahnung!“ |
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