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07.12.2010 - VBE zu PISA 2009: Chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems bleibt
Schlagwort: PISA 2099 PISA 2009: Die chronische Unterfinanzierung der deutschen Schulen bleibt / Johannes Müller: Für die Champions-League in der Bildung reicht es noch nicht / Wer die Besten für den Lehrerberuf will, muss bessere pädagogische Arbeitsbedingungen schaffen
„Die Ergebnisse von PISA 2009 zeigen, dass das Leistungsniveau der Schüler im Vergleich zur ersten PISA-Studie hierzulande besser geworden ist. Das macht Hoffnung, die Anstrengungen lohnen sich“, so der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen Lehrergewerkschaft VBE, Johannes Müller, heute zur Veröffentlichung der Ergebnisse von PISA 2009. Der VBE-Landeschef weiter: „Doch wirklich gut sind die Leistungen im internationalen Vergleich noch immer nicht. Der angestrebte Spitzenplatz wurde verpasst. Das liegt vor allem an der chronischen Unterfinanzierung unseres Bildungssystems. Erst vor wenigen Tagen hat das der Bildungsfinanzbericht 2010 von Bund und Ländern deutlich gemacht. Im Vergleich der OECD-Staaten und selbst EU-weit ist Deutschland bei der Bildungsfinanzierung nach wie vor abgeschlagen und unterdurchschnittlich. Weil in Deutschland für die Bildung die Länder zuständig sind, tragen diese dafür die Verantwortung. Solange sich das nicht ändert, werden es deutsche Schüler im internationalen Leistungsvergleich weiterhin schwer haben. Bisher reicht es noch nicht für die Champions League in der Bildung – auch das ist ein Ergebnis von PISA 2009!“ Zu der im Vorfeld der PISA-Veröffentlichung erhobenen Forderung, gerade die Besten eines Jahrgangs für den Lehrerberuf gewinnen zu wollen, sagte Johannes Müller: „Selbstverständlich - der VBE unterstützt solche Forderungen. Aber dann müssen die Arbeitsbedingungen an den Schulen verbessert werden durch eine angemessene Raumausstattung, durch andere Arbeitszeiten, mehr Zeit für die Schüler durch mehr Lehrer und nicht zuletzt durch einen Abbau der sozialen Ungleichheit im Lehrerberuf. Wer heute Lehrerin oder Lehrer werden will, muss Idealist sein.“ Der VBE-Landesvorsitzende wies darauf hin, dass auch in Rheinland-Pfalz die Finanzierung der Bildung weiter verbessert werden müsse: „Obwohl wir der Landesregierung zugestehen, dass sie sich um den Bildungsetat bemüht, bleiben hierzulande die Ausgaben pro Schüler laut Bildungsfinanzbericht 2010 hinter dem bundesweiten Durchschnitt zurück. Es gibt also noch einiges zu tun – für die nächste Landesregierung!“ |
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