07.09.2010 - OECD-Bildungsbericht 2010: Deutschland belegt unter 33 OECD-Staaten Platz 5 – von hinten
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OECD-Bericht zeigt: Bildung ist eine konkurrenzlose Zukunftsinvestition / Deutschland belegt unter 33 OECD-Staaten Platz 5 – von hinten / Im Grundschulbereich besteht immer noch finanzieller Nachholbedarf

„Der diesjährige OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick“ stellt klar heraus: Die beste Vorsorge gegen wirtschaftliche Krisen ist eine hochwertige Bildung. Qualifizierte Bildung bietet Schutz vor Arbeitslosigkeit und schafft stabile Einkommensverhältnisse.

Deshalb ist es völlig unverständlich, warum im OECD-Vergleich die Bildungsausgaben in Deutschland weiterhin geringer ausfallen als in vergleichbaren Staaten und offenbar sogar gefallen sind. Mit 4,7 % des Bruttoinlandsproduktes gehört Deutschland zu den Schlusslichtern der Bildungsfinanzierung – bei 33 OECD-Staaten Platz 5 – von hinten!

Wenn in der Bildungspolitik nicht endlich mehr Geld in die Hand genommen wird, verspielen wir nicht nur die Bildungschancen einzelner, sondern auf Dauer die Wirtschaftskraft unseres Landes.“

Mit dieser Stellungnahme äußerte sich heute in Mainz der Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft  VBE, Johannes Müller, zur Veröffentlichung des diesjährigen OECD-Berichtes „Bildung auf einen Blick“.

Der VBE-Landeschef wies darauf hin, dass sich im Grundschulbereich die Ausgaben pro Schüler in Deutschland kaum verändert hätten. Johannes Müller: „Wir investieren in Deutschland noch immer viel zu wenig in die Grundbildung! Noch immer geben wir für Gymnasiasten ungefähr ein Drittel mehr aus als für Grundschüler. Dieses Missverhältnis muss nach oben angepasst werden!“

Der VBE fordere deshalb die Landesregierung auf, im Grundschulbereich trotz rückläufiger Schülerzahlen die frei werdenden Ressourcen zu sichern. Die Grundausbildung unserer Schülerinnen und Schüler könne nur besser werden, wenn unsere Gesellschaft - und damit auch die Landesregierung - bereit sind, mehr in die Basisqualifikation unserer Schülerinnen und Schüler zu investieren. Johannes Müller: „Der OECD-Bericht ist hierfür eine unübersehbare Mahnung!“

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