18.02.2010 - VBE zum gewaltsamen Tod eines Lehrers in Ludwigshafen:
Schlagwort: Gewalt an Schulen
Gewalt an Ludwigshafener Berufsschule macht fassungslos / Wir trauern um den toten Kollegen! Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen / VBE fordert mehr Gewaltprävention!

„Die tödliche Gewalt an Schulen hat jetzt offensichtlich auch Rheinland-Pfalz erreicht! Wieder sind durch die Gewalttat eines Einzelnen an einer Schule unschuldige Menschen zu Schaden gekommen. Das Geschehen erinnert unweigerlich an die Ereignisse von Erfurt im Jahr 2002 und an Winnenden im Jahr 2009.  

Nicht nur die Schulen in Rheinland-Pfalz und alle, die in ihnen leben und arbeiten, sind erschüttert. Die gesamte Bevölkerung trauert um den getöteten Kollegen.

Der Familie unseres getöteten Kollegen und allen Betroffenen sprechen wir unsere tief empfundene Anteilnahme aus. Das Tragische ist: Eine irrationale Tat wie diese kann letztlich überall passieren. Es gibt keine schnellen oder einfachen Erklärungen für solch eine Bluttat! Deshalb: Wir müssen endlich die Entstehung und Verbreitung gewalttätigen Verhaltens ernster nehmen und dann auch entsprechend handeln! Und das nicht nur in der Schule!“

Der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Rheinland-Pfalz, Johannes Müller, äußerte sich heute (18. Februar 2010) in einer ersten Stellungnahme zum gewaltsamen Tod eines Berufsschullehrers an einer Berufsschule in Ludwigshafen.

Der VBE-Landeschef: „Bei allem Bestreben, schnell die Ursachen zu klären, mahnen wir trotz des Schreckens, der uns allen tief in den Knochen sitzt, zur Besonnenheit. Auch dieser Ausbruch von Gewalt hat vielfältige Ursachen. Diese müssen wir aufklären und dann handeln!“

Gewalt in der Schule lasse sich nur dann wirksam eindämmen, wenn der Vorsorge größere Beachtung geschenkt werde, so der VBE-Landeschef.  Das heiße vor allem, dass die Schule ein soziales Klima brauche, in dem Angst, Unsicherheit, Versagen und Ausgrenzung erst gar nicht aufkommen. Johannes Müller: „Es gibt keine Alternative: Schülerinnen und Schüler müssen emotional und sozial gestärkt werden. Dann werden Sie und ihre soziale Umgebung weniger zu Tätern oder Opfern von Gewalt!“

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