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VBE Rheinland-Pfalz

VBE unterstützt Initiative zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs

23.10.2017

VBE-Landeschef Gerhard Bold fordert bessere Gelingensbedingungen im Kampf gegen sexuelle Gewalt

Am Montag, dem 23. Oktober 2017, stellten der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, sowie die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ in Mainz vor.

Der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen Lehrergewerkschaft VBE, Gerhard Bold, äußerte sich positiv zu dieser Initiative: „Der Umgang mit Hinweisen auf sexuelle Gewalt und Missbrauch bei Schülerinnen und Schülern erfordert von den Lehrerinnen und Lehrern ein außergewöhnliches Maß an Sensibilität. Hier stoßen sie aber auch schnell an ihre beruflichen Grenzen. Deshalb brauchen sie mehr praktische und professionelle Unterstützung, insbesondere auch durch die Schulverwaltung. Die Politik ist gefordert, die notwendigen Gelingensbedingungen für den ebenso sensiblen wie schwierigen Umgang mit der Problematik des sexuellen Missbrauchs zu schaffen. Die Initiative ‘Schule gegen sexuelle Gewalt’ ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Der VBE hat bereits in der Vergangenheit dieses gesellschaftlich wichtige Thema in Zusammenarbeit mit dem Unabhängigen Beauftragten vorangetrieben.

Wie wichtig eine solche Initiative und damit eine Orientierung für Schulen ist, mit diesem Tabuthema umzugehen, zeigen aktuelle Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS): Allein bei sexuellem Kindesmissbrauch verzeichnet die PKS jährlich über 12.000 Ermittlungs- und Strafverfahren – die Dunkelziffer ist jedoch um einiges höher. Schulen sind dabei ein bedeutender Ort für den Schutz vor sexueller Gewalt: Hier können nahezu alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden.

Die Initiative will unterschiedliche Hilfestellungen für den Schulalltag anbieten. Die Hilfestellungen und insbesondere die fachliche Unterstützung richten sich an Schulleitungen und Kollegien, die sich mit dem komplexen und sehr emotionalen Thema des sexuellen Kindesmissbrauchs auseinandersetzen. Da es kein standardisiertes Schutzkonzept gibt, können Schulen individuell eigene Schwerpunkte setzen und somit den jeweiligen Bedingungen vor Ort Rechnung tragen. An bereits bestehende Programme oder Maßnahmen zur Gewalt- oder Suchtprävention kann ein Schutzkonzept anknüpfen, um so die Schule zu einem Ort zu machen, an dem Missbrauch kein Raum gegeben wird.

Weitere Informationen:https://rheinland-pfalz.schule-gegen-sexuelle-gewalt.de/home/

 
 
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