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VBE Rheinland-Pfalz

Auch für Grundschullehrkräfte hat der VBE die Perspektive A 13 eröffnet!

25.11.2016

Jetzt nicht 4.000 ehemalige Hauptschullehrer/-innen an Realschule plus und IGS vergessen!

„Alle Lehrerinnen und Lehrer sind heute Expertinnen und Experten für pädagogische und fachliche Förderung. Das gilt ohne Unterschied der Schulart oder des Lehramtes, egal ob an Gymnasium oder Grundschule. Ihre pädagogische Arbeit ist nicht gleichartig, aber sie ist immer gleichwertig.

Dies duldet im 21. Jahrhundert keine Unterschiede mehr unter den Lehrkräften nach Schularten und Lehrämtern in Ausbildung, Deputat, Status und Besoldung. Diese Ungleichbehandlung ist willkürlich, fachlich ungerechtfertigt und letztlich diskriminierend. Sie ist ein Relikt aus vordemokratischen Zeiten. Unserer Gesellschaft muss die pädagogisch fundamentale Arbeit an den Grundschulen genau so viel wert sein wie Lehrerarbeit an anderen Schularten.

Deshalb kämpft der VBE seit Langem für die Gleichwertigkeit der Lehrämter. Das heißt: Mindestens A 13 bzw. EG 13 für alle Lehrerinnen und Lehrer – auch an den Grundschulen. Wir fordern die rheinland-pfälzische Landesregierung auf, sich zur schulpolitischen Gleichwertigkeit der Grundschulen zu bekennen und dann auch Konsequenzen zu ziehen, indem die Besoldungsdiskriminierung der Grundschullehrkräfte aufgehoben wird. “

Mit dieser Stellungnahme äußerte sich heute der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen Lehrergewerkschaft VBE, Gerhard Bold, zu Medienberichten über eine angemessene Besoldung der Grundschullehrer/-innen in Rheinland-Pfalz. Er verwies dabei auf die seit 2015 laufende VBE-Grundschul-Kampagne ein guter GRUND SCHULE zu stärken, die zum Ziel habe, die grundlegende Bildungsarbeit der Grundschulen sowohl der Schulpolitik und als auch der Öffentlichkeit deutlich zu machen. Diese Kampagne werde nach 2016 auch im kommenden Jahr 2017 fortgesetzt.

Gerhard Bold: „Dabei dürfen wir aber nicht die knapp 4.ooo ehemaligen Hauptschullehrkräfte vergessen, die an Realschulen plus und integrierten Gesamtschulen faktisch unterbezahlt in Besoldungsstufe A12 arbeiten. Für sie hat der VBE - und nur der VBE - nach langer politischer und gerichtlicher Auseinandersetzung den Einstieg in die Gleichstellung in A 13 erstritten. Das ist in dieser Legislaturperiode ein wichtiges Thema im Landtag.“ Damit habe der VBE aber auch die Perspektive für den Abbau der Besoldungsdiskriminierung der Grundschullehrer/-innen eröffnet: den Weg zur Gleichstellung und Einstufung in A 13 bzw. EG 13.

Der VBE-Landeschef machte deutlich, dass an Grundschulen zwar weit überwiegend Frauen als Lehrerinnen tätig seien, damit sei aber der Grundschullehrer/-innenberuf noch kein klassischer Frauenberuf. „Den Gehaltsunterschied allein auf die Diskriminierung von Frauen abzustellen, ist zu einfach und erfasst die Ursachen für die Besoldungsdiskriminierung nicht“, so Gerhard Bold. „Zum einen steigt auch in allen anderen Lehrämtern der Frauenanteil rapide an, zum anderen eignet sich der Grundschullehrer/-innenberuf zur Vereinbarung von Beruf und Familie. Dies wird in unserer Gesellschaft immer noch vor allem von den Frauen gelebt.“

Der wahre Grund der Besoldungsdiskriminierung der Grundschullehrkräfte sei, dass unserer Gesellschaft - und auch der Politik - die pädagogische Förderung von Kindern zu wenig wert sei. Gerhard Bold: „ In der Schulpolitik des 21. Jahrhunderts gilt noch immer der Grundsatz aus dem 19. Jahrhundert: Je kleiner die Schuhe der Schüler, umso kleiner das Lehrergehalt. Gemessen an den Sonntagsreden mancher Politiker über den Wert der Bildung von Anfang an ist das ein Skandal."

Weitere Informationen und Downloads zur Kampagne:
Grundschul_News November 2016
Situationsanalyse Grundschullehrkräfte/Besoldung
VBE-Grundschulumfrage
Rechtsgutachten zur gleichen Lehrer/-innen-Besoldung

 
 
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