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VBE Rheinland-Pfalz

VBE zum Start des neuen Schuljahres: Landesregierung plant nur für schulpolitische Schönwetterlagen

03.09.2015

Projekt ´Mehr Selbstverwaltung für Schulen´- olle Kamellen / Unterrichtsversorgung bleibt strukturell weiter unter dem Soll

„Auch im neuen Schuljahr plant die rheinland-pfälzische Landesregierung vor allem für schulpolitische Schönwetterlagen. Auf härteres Wetter und klimatische Schwankungen - auf größere schulpolitische Herausforderungen also -bereitet sie die Schulen kaum vor. Diesen Eindruck gewinnt der VBE Rheinland-Pfalz nach der Auftaktpressekonferenz von Bildungsministerin Vera Reiß zum Schuljahr 2015-2016.“

Der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen Lehrergewerkschaft VBE, Gerhard Bold, reagierte heute in Mainz mit dieser Stellungnahme auf die Auftakt-Pressekonferenz der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Vera Reiß zum neuen Schuljahr 2015-2016. Zur Integration der Kinder und Jugendlichen aus Flüchtlings- und Vertriebenenfamilien hat sich der VBE bereits am Vortag (02. September 2015, VBE-PD 19/2015) geäußert. Der VBE geht auf der Grundlage des Königssteiner Schlüssels für Rheinland-Pfalz von 12.000 Flüchtlingen im Schulalter aus. Er hat einen schulpolitischen Bildungsgipfel von Bund und Ländern gefordert, um diese länderübergreifende Entwicklung angemessen koordinieren zu können. In Rheinland-Pfalz ist vor diesem Hintergrund eine zusätzliche pädagogische Versorgung im Umfang von mindestens 500 Lehrerstellen notwendig.

Der VBE-Landeschef: „Ein Indiz für die schulpolitische Schönwetterpolitik der rheinland-pfälzischen Landesregierung ist die weiterhin mangelhafte Unterrichtsversorgung unter dem Soll, die auf Engpässe nicht vorbereitet ist. Allein an den Grundschulen plant die Schulverwaltung dem Vernehmen nach von vornherein mit einem Defizit von 1,5% bis 2%, das entspricht einem - geplanten! -Ausfall von knapp 4.000 Lehrerwochenstunden bzw. einem Defizit von ca. 150 Lehrerstellen.

An den Realschulen plus und den übrigen weiterführenden Schularten sieht es nicht viel besser aus. Insgesamt geht der VBE - ohne die Berücksichtigung besonderer Problemlagen - von einem strukturellen Lehrermangel von 500 bis 800 Stellen aus. Darin sind 500 weitere Stellen, die aus Sicht des VBE zur Integration von Flüchtlingskindern erforderlich sind, nicht enthalten.
Diese Planung kann bestenfalls gelingen, wenn wirklich nichts Außergewöhnliches passiert - wenn es also bei einer schulpolitischen Schönwetterlage bleibt. So bleibt es aber nicht, auch Lehrer werden ´mal krank. Wenn man dann noch an die Umsetzung der Inklusion denkt - von der Integration der Flüchtlingskinder ganz zu schweigen ... Vor einer Landtagswahl hat der VBE einen besseren schulpolitischen Aufschlag der Landesregierung erwartet.“

„Auch der vor Jahresfrist noch von Amtsvorgängerin Doris Ahnen vorgestellte Modellversuch „Mehr Selbstverantwortung für rheinland-pfälzische Schulen“ macht die Schulpolitik nicht wetterfester“, so der VBE-Landeschef. „Der VBE hält sehr viel von mehr Selbstverwaltung und Eigenständigkeit der Schulen, wie dies bereits vor Jahren nach den PISA-Ergebnissen geplant wurde. Insoweit sind der jetzt laufende Schulversuch olle Kamellen. Aber die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Eine Mängelverwaltung wird nicht dadurch besser, dass sie nach unten durchgereicht wird. Selbst in der Schulpolitik gilt immer noch: Auch durch noch so häufiges Wiegen wird das Schwein nicht fetter.“

 
 
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