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VBE Rheinland-Pfalz

VBE: Schließung der AQS darf nicht zu Lasten der Bildungsqualität gehen

16.09.2015

Mittel besser einsetzen / Fachkompetenzen der Bildungsexperten sichern

„Die gestern vom rheinland-pfälzischen Ministerrat beschlossene Schließung der AQS nach dem Schuljahr 2015/2016 sehen wir im VBE mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
  
Einerseits hat sich diese nach dem PISA-Schock geschaffene Einrichtung immer mehr zu einem Schul-TÜV entwickelt, dessen Aufgabe für die überprüften Schulen nicht immer nachvollziehbar war. Unter anderem auch deshalb, weil die Aufgaben der klassischen Schulaufsicht erhalten wurden. Mancher Schulleiter und manches Kollegium wird deshalb eine Erleichterung empfinden.

Andererseits setzt die Landesregierung mit dieser Entscheidung auch ein schulpolitisches Signal, indem sie einen wichtigen Baustein des nach PISA zur Verbesserung der Schulbildung geschaffenen Qualitätsmanagements banalen Haushaltszwängen opfert. Das könnte man auch als politische Kehrtwendung im schulischen Qualitätsmanagement interpretieren.

Der VBE Rheinland-Pfalz war immer der Auffassung, dass die für die AQS ausgegebenen Gelder besser für die Entwicklung der Schulqualität hätten eingesetzt werden können, z.B. für eine bessere Unterrichtsversorgung. Wir erwarten jetzt, dass mit Schließung der AQS die fachliche Kompetenz der AQS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter für die rheinland-pfälzischen Schulen gesichert und der schulischen Entwicklung weiterhin zugänglich gemacht wird.“

Mit dieser Stellungnahme äußerte sich heute (16. September 2015) in Mainz die stellvertretende Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen Lehrergewerkschaft VBE, Sabine Mages, zum Beschluss der rheinland-pfälzischen Landesregierung im Rahmen ihrer Haushaltsberatungen vom Vortag, die Auflösung der Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen (AQS) zum Schuljahresende in die Wege zu leiten. Die AQS dient der schulischen Evaluation und soll zur Verbesserung der Unterrichtsqualität durch Überprüfung und Beratung der Schulen beitragen. Im Gegenzug wurde die Selbständigkeit der Schulen unter Einhaltung von Bildungsstandards ausgebaut.

„Das Problem der AQS war von Anfang, dass sie mit ihren Aktivitäten und ihrem Auftrag zwischen Baum und Borke saß, wenig geliebt an den Schulen, aber eigentlich mit guten pädagogischen Absichten“, so die VBE-Vizechefin. „Wir erwarten, dass die Selbstständigkeit der Schulen nach der Schließung der AQS erhalten wird.“

 
 
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