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VBE Rheinland-Pfalz

Inklusion: Kommunales Engagement ist gut - kann aber bessere Ressourcen nicht ersetzen

19.02.2015

VBE: Richtige Inklusion fängt bei ausreichender Lehrerversorgung an

„Wenn die Landesregierung jetzt zur Verbesserung der Inklusion die Bereitstellung von Finanzmitteln in Höhe von 10 Millionen Euro für Kommunen in Rheinland-Pfalz präsentiert und ausgewählte Erfolgsprojekte bei Gemeinden, Kreisen und Städten benennt, dann zeigt das für den VBE Rheinland-Pfalz, dass erste Schritte für eine erfolgreiche Inklusion in den Schulen gemacht sind.

Allerdings kann dieses kommunale Engagement die fehlenden Ressourcen für qualifiziertes pädagogisches Personal nicht ersetzen. Denn die nach dem letztjährigen Konflikt zwischen Landesregierung und den Gemeinden bereit gestellten Gelder sollen die Kommunen von Kosten für Integrationshelfer entlasten. Die Mittel dienen damit nicht der - dringend notwendigen - Bereitstellung weiterer Förderschullehrkräfte.“

Mit dieser Stellungnahme äußerte sich der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen Lehrergewerkschaft VBE, Gerhard Bold zu den ersten Ergebnissen des "Unterstützungsfonds für die Wahrnehmung inklusiv-sozialintegrativer Aufgaben", die von Bildungsministerin Vera Reiß heute vorgestellt wurden.

Seit Langem weist der VBE auf die unzumutbaren Personalmängel bei der sonderpädagogischen Versorgung im Land hin. Jüngst verließ wieder die Mehrheit der Absolventinnen und Absolventen aus den rheinland-pfälzischen Ausbildungsstandorten das Land in benachbarte Länder. Nach wie vor schafft die Landesregierung keine ausreichenden Anreize, um ausgebildete Förderschullehrkräfte zu gewinnen und zu halten. Für die Inklusion ist das eine denkbar schlechte Grundlage.

VBE-Landeschef Gerhard Bold: „Leuchtturmprojekte - wie jetzt präsentiert - sind die eine Seite. Der Inklusionsalltag in den Schulen ist die andere - der wird dadurch in der Fläche nicht besser.“
Der VBE fordert die Weiterqualifizierung von Kolleginnen und Kollegen mit befristeten Verträgen, um damit den Bedarf an Fachkräften an den Förderschulen in Rheinland-Pfalz besser zu decken. Durch den nunmehr vereinfachten Wechsel von Förderschulen an Grund- und Schwerpunktschulen wird sich der Lehrkräftemangel an Förderschulen noch weiter verschärfen.

„Das Land muss endlich seine Hausaufgaben bei der Umsetzung der Inklusion machen“, so der VBE-Landesvorsitzende. „Das bedeutet vor allem, mehr qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen für dieses große gesamtgesellschaftliche Vorhaben zur Verfügung zu stellen.“

 
 
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