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VBE Rheinland-Pfalz

Bildungspolitik: Besoldung von Grundschullehrkräften bleibt für Hubig weiterhin unantastbar

26.06.2020

Gerhard Bold: „Die Absage Hubigs an eine Besoldungsgerechtigkeit ist ein Schlag ins Gesicht.“

Der VBE Rheinland-Pfalz fordert seit Jahren die Besoldungsgerechtigkeit für alle Lehrämter – was bedeuten würde, dass auch Grundschullehrkräfte künftig mit A13/EG13 einsteigen. Die Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig erklärte dieser Forderung im Bildungsausschuss vor Kurzem erneut eine deutliche Absage. Obwohl andere Länder wie Berlin, Brandenburg, Bremen, Sachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und zuletzt Mecklenburg-Vorpommern bereits die Anhebung der Besoldung für Grundschullehrkräfte beschlossen haben, stellt sich die rheinland-pfälzische Ministerin vehement gegen eine Erhöhung.

Gerhard Bold, Landesvorsitzender des VBE Rheinland-Pfalz, kritisiert die Ministerin scharf: „In Zeiten von Corona ist das Ansehen der Lehrkräfte in der Gesellschaft sprunghaft angestiegen. Plötzlich merken Eltern und auch Politiker/-innen, wie wichtig die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen an den Schulen ist. Der Beruf von Grundschullehrerinnen und -lehrern ist nicht nur systemrelevant, sondern auch sehr anspruchsvoll. Das haben alle in den vergangenen Wochen feststellen dürfen – auch Eltern von Grundschulkindern, die sich an manchen Stellen mit der Bearbeitung von Aufgaben bzw. der Vermittlung von Lerninhalten überfordert fühlten.

Nicht zuletzt deshalb fordert der VBE daher die Erhöhung von Besoldung bzw. Vergütung von Grundschullehrkräften. In anderen Ländern passiert viel, nur Rheinland-Pfalz hinkt wieder einmal hinterher. Noch im Februar 2019 gaben Bremen und Mecklenburg-Vorpommern an, eine Erhöhung sei nicht geplant – aber auch diese Länder haben inzwischen den Stellenwert des Grundschullehramts erkannt und gehandelt. Die Schlinge zieht sich immer weiter zu!

Die erwähnten Erhöhungen der Beamt/-innenbesoldung von insgesamt fast 10% sind auch nur darauf zurückzuführen, dass Rheinland-Pfalz in den vergangenen Jahren regelmäßig Schlusslicht in der bundesweiten Gehaltstabelle war – auch dank des bedenklichen 5x1%-Spardiktats unter Kurt Beck. Somit war der Druck groß, endlich aufzuschließen. Und wir fragen uns, wann der Druck endlich ausreicht, um auch bei A13/EG13 endlich aufzuschließen!

Dabei wäre Ministerin Hubig insbesondere in ihrer Funktion als Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) gefordert: Alle Bundesländer suchen gerade händeringend nach Lehrkräften – insbesondere das kommende Schuljahr stellt uns vor große Herausforderungen, da viele Kolleginnen und Kollegen zu Risikogruppen gehören und nicht wie geplant eingesetzt werden können. Ganz zu schweigen vom ohnehin schon vorhandenen Lehrkräftemangel. Da sollte die KMK-Präsidentin ein Buhlen um die wenigen verfügbaren Fachkräfte vermeiden und bundesweit für vergleichbare Voraussetzungen sorgen.

Der VBE Rheinland-Pfalz fordert mit Nachdruck, endlich die Voraussetzungen für eine Besoldungsgerechtigkeit aller Lehrämter zu schaffen! Nur so kann auch der Nachwuchs für den Beruf der Grundschullehrkräfte gesichert werden. Selbst die Grünen – Teil der Regierungskoalition – schließen sich unserer Forderung an. Hubigs Uralt-Argumente aus der Mottenkiste halten der Diskussion nicht mehr lange Stand!“

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