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VBE Rheinland-Pfalz

Zum Schuljahresstart: Auch 2018/19 keine 100%ige Unterrichtsversorgung vorherzusehen

02.08.2018

VBE beklagt erneut Mangel an Grund- und Förderschulschullehrkräften

Die Sommerferien sind vorüber, die Hitzewelle hält an – und genauso beständig sorgt der vorherrschende Lehrermangel auch im kommenden Schuljahr 2018/19 für Engpässe an den Schulen. Eine 100%ige Unterrichtsversorgung ist auch in diesem Schuljahr nicht vorherzusehen. Zur heutigen Pressekonferenz der Bildungsministerin Stefanie Hubig bezieht der VBE Rheinland-Pfalz klar Stellung: „Wenn in der nächsten Woche die Schule wieder beginnt, stehen erneut zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer vor den Kindern, die nicht vollständig oder originär für eine andere Schulart ausgebildet sind. Nach Informationen des VBE sind zahlreiche Vertretungsverträge noch offen bzw. nicht vergeben – und das nur wenige Tage vor Unterrichtsbeginn!

Die Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert. Im Land gibt es zu wenige Grundschullehrerinnen und –lehrer, also müssen Studenten, Absolventen ohne zweiten Ausbildungsabschnitt oder Seiteneinsteiger diese Arbeit übernehmen und teilweise unvorbereitet vor den Klassen stehen – nicht selten auch als Klassenlehrer/-in. Dies ist mit einem enormen Mehraufwand für die Kolleginnen und Kollegen verbunden, die sich den Neuen annehmen und sie freiwillig unterstützen.
Weiterhin wandern viele der in Rheinland-Pfalz gut ausgebildeten Lehrkräfte nach ihrem Vorbereitungsdienst in die Nachbarbundesländer ab. Dort ist die Besoldung attraktiver als bei uns“, so Gerhard Bold, VBE-Landesvorsitzender in Rheinland-Pfalz.

„Die Ministerin zeichnet ein gewohnt positives Bild zum Schuljahresstart – dabei ist vor allem ihr Euphemismus bemerkenswert. Alle Jahre wieder scheint die Unterrichtsversorgung gesichert, dabei ist doch längst bekannt, dass es insbesondere an Grund- und Förderschulen an voll ausgebildeten Lehrkräften mangelt. Nicht nur die 100% sind fraglich, sondern auch die Qualität des geleisteten Unterrichts, wenn die Kolleginnen und Kollegen pädagogisch nicht oder nur kaum für die jeweiligen, spezifischen Anforderungen der Schülerschaft ausgebildet sind“, so Gerhard Bold weiter.

Für den VBE Rheinland-Pfalz steht fest, dass sowohl die Besoldung als auch die Arbeitsbedingungen an rheinland-pfälzischen Schulen verbessert und damit attraktiver gestaltet werden müssen: Nur wenn Lehrerinnen und Lehrer zukünftig durch multiprofessionelle Teams entlastet werden, ihrer eigentlichen Aufgabe des Unterrichtens nachgehen können und dafür angemessen bezahlt werden, können wir sie bei uns halten! Daher fordern wir mit Nachdruck nicht nur das Einstiegsgehalt A13/E13 für alle Lehrämter, sondern auch die Verbesserung der Rahmenbedingungen an allen Schulen! Das ist der einzige Weg, dem heraufziehenden Personalmangel und dem Unterrichtsausfall konsequent begegnen zu können.

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