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VBE Rheinland-Pfalz

Schulen bleiben geöffnet: Länder sollen Schutzmaßnahmen beschließen – noch immer herrscht Ungewissheit

06.11.2020

VBE Rheinland-Pfalz: Es ist fünf nach zwölf, was Schutzmaßnahmen für Schulen angeht

Nach dem Beschluss der Bundesregierung, das öffentliche Leben in vielen Bereichen wieder herunterzufahren, liegt es jetzt in der Hand der Länder, diese Regelungen durchzusetzen. Ein Punkt auf der Liste: „Schulen und Kindergärten bleiben grundsätzlich geöffnet. Die Länder entscheiden über die erforderlichen Schutzmaßnahmen“. Der VBE Rheinland-Pfalz traf sich mit der Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig zu einem gemeinsamen, wertschätzenden Austausch.


Der Landesvorsitzende des VBE Rheinland-Pfalz, Gerhard Bold, zur aktuellen Situation: „Wir sind im ganzen Land im roten Bereich – von Corona sprichwörtlich umzingelt – und an den Schulen stimmen noch immer die Bedingungen nicht, um die Gesundheit aller Beteiligten zu schützen. Das Recht auf Bildung für die Kinder und Jugendlichen ist selbstverständlich – an oberster Stelle müssen aber der Gesundheitsschutz und das Recht auf körperliche Unversehrtheit stehen. Selbst das Robert-Koch-Institut (RKI) weist darauf hin, dass Lehrerinnen und Lehrer besonders infektionsgefährdet sind. Auch empfehlen die Expertinnen und Experten, Klassen zu reduzieren, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Wert 50 überschreitet, um den Mindestabstand einzuhalten – oder gar über Schulschließungen nachzudenken. All das ignorieren sowohl KMK als auch das hiesige Bildungsministerium. Daher fordern wir umgehend Maßnahmen, um den Unterricht zu entzerren, das Lernen in kleinen Gruppen im Wechselunterricht zu ermöglichen, damit auch in den Klassenräumen der Mindestabstand gewahrt werden kann! Das würde sich auch positiv auf den Schülertransport auswirken.


Im Hygieneplan steht festgeschrieben, dass bereits ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 25 Fällen auf Szenario 2 – dem Wechselunterricht – umgestellt werden kann. Inzwischen gibt es keinen Landkreis mehr, der unter dieser Quote liegt, manche überschreiten diesen Wert sogar um ein Fünffaches.“


Sein Stellvertreter, Lars Lamowski, schließt sich mit deutlichen Worten an: „Man könnte geradezu denken, dass das Land gar nicht möchte, Szenario 2 zu realisieren. Denn dann würde offenbart, dass die Schulen für digitales Lernen nicht gerüstet sind. 


In den Schulen treffen mehr als 20 Haushalte pro Klasse aufeinander und das montags bis freitags. Es ist widersinnig, wenn man die Einschränkungen des öffentlichen Lebens mit dem Schulbetrieb vergleicht. Schulen sind beinahe der einzige Ort, an dem noch Menschen so zahlreich aufeinandertreffen. Daher braucht es genau dort dann aber die entsprechenden Schutzmaßnahmen: FFP2-Masken in ausreichender Menge, Spuckschutzwände und Luftfilteranlagen. Bei der Gesundheit von Lehrerinnen und Lehrern können wir uns keinen Kompromiss leisten! Unsere Kolleginnen und Kollegen dürfen nicht mit Angst um ihre Gesundheit in die Schule gehen.


Deutschland ist eine Bildungsnation – das muss sich endlich deutlich spürbar zeigen, auch im Gesundheitsschutz für alle am Schulleben Beteiligten.“

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