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VBE Rheinland-Pfalz

Gemeinsame Studie von VBE und Schreibmotorik Institut zeigt Probleme mit Handschreiben auf

09.04.2019

Gerhard Bold: „In der Schule braucht es mehr Zeit für Handschreiben!“

Am heutigen Dienstag, 9. April 2019, wurde in Berlin die „Studie über die Entwicklung, Probleme und Interventionen zum Thema Handschreiben“ (STEP 2019) vorgestellt. An der vom Schreibmotorik Institut in Kooperation mit dem VBE durchgeführten Umfrage nahmen bundesweit über 2.000 Lehrkräfte teil, die ihre Erfahrungen aus Primar- und Sekundarstufe I/II zu Handschreibproblemen und Handlungsmöglichkeiten einbrachten. Knapp 90% der Lehrerinnen und Lehrer stellen in allen Bundesländern eine negative Entwicklung der Schreibfähigkeiten von Schülerinnen und Schülern fest. Die Mehrheit der befragten Lehrkräfte (74%) ist zudem überzeugt, dass sich Handschreiben positiv auf die schulischen Leistungen auswirkt.

Für den VBE-Landesvorsitzenden von Rheinland-Pfalz, Gerhard Bold, sind die Ergebnisse alarmierend: „Gerade in Zeiten der Digitalisierung ist das Erlernen und Praktizieren von Handschreiben besonders wichtig. Die Studie zeigt, dass es mehr feinmotorische Freizeitaktivitäten braucht als nur die Beschäftigung mit digitalen Medien, um auch das Handschreiben besser fördern zu können. Auf den Einsatz von Stift und Papier darf nicht verzichtet werden, auch wenn sich das Handschreiben in digitale Medien integrieren lässt. Dafür braucht es in der Schule mehr Zeit zum Üben!“

„Das Schreiben mit der Hand ist genauso wichtig wie das Lesen und die Rechtschreibung“, sagt Dr. Marianela Diaz Meyer, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Schreibmotorik Instituts. „Es geht dabei nicht in erster Linie ums Schönschreiben oder um eine Kulturtechnik, die heute mehr oder weniger verzichtbar erscheint. Beim Handschreiben – das belegen auch zahlreiche Studien – geht es um Bildung. Handschreiben unterstützt die Rechtschreibung, das Lesen, das Textverständnis, letztlich die schulischen Leistungen insgesamt.“

Auch der bildungspolitische Sprecher des VBE Rheinland-Pfalz schlägt in dieselbe Kerbe. Lars Lamowski plädiert neben der Praxis des Handschreibens außerdem für eine verbundene Handschrift als erste eigene Schrift: „Mittlerweile ist wissenschaftlich erwiesen, dass im Schreiblernprozess unterschiedlichste Hirnregionen angeregt, beansprucht und trainiert werden – Handschreiben also kognitive Prozesse fördert und die Feinmotorik intensiv aktiviert. Grundschullehrkräfte arbeiten auf der Basis dieser wichtigen Forschungsergebnisse. Zudem hat das Erlernen einer verbundenen Handschrift Priorität – so erkennen die Kinder viel leichter Wortgrenzen als zum Beispiel bei einer Druckschrift. Das wirkt sich positiv auf die Rechtschreibung, das Lesen und Verfassen von Texten aus.“

Alle Ergebnisse der Studie sowie weitere Informationen zum Schreibmotorik Institut finden Sie online unter
https://www.vbe.de/service/meinungsumfragen/handschreiben-2019

Schreibmotorik Institut – verantwortlich für Pressearbeit: Andrej Priboschek
Tel.: 0211/ 97 17 75 53 – E-Mail: andrej.priboschek@bildungsjournalisten.de

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