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VBE Rheinland-Pfalz

Vorlesestudie 2018: Grundschüler mit Vorleseerfahrung lernen leichter lesen

29.10.2018

Gerhard Bold: „Vorlesen hat nur Vorteile – auch die Empathie wird gefördert!“

Am heutigen Montag, 29. Oktober 2018, wurden die Ergebnisse der Vorlesestudie 2018 vorgestellt. Die Studie ist – wie auch der Bundesweite Vorlesetag am 16. November – ein gemeinsames Projekt von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung. Rund 78% der Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, fällt das Lesenlernen leichter, so eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie.

Auch Gerhard Bold, Landesvorsitzender des rheinland-pfälzischen VBE, sieht nur Vorteile im Vorlesen: „Literatur und das Vorlesen daraus wirkt sich positiv auf Menschen aus. Die aktuelle Studie beweist es wieder: Liest man den Kleinsten vor, so haben sie es in der Grundschule einfacher, selbst lesen zu lernen. Sie sind motiviert und schätzen die Zeit, in denen sie sich mit Literatur beschäftigen – sei es abends bei der Gute-Nacht-Geschichte oder tagsüber, wenn sie selbst in ihren eigenen Büchern schmökern. Andere Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass auch die Empathie gefördert wird, wenn sich die Schülerinnen und Schüler bei Romanen und Geschichten in andere Figuren hineinversetzen.

Gerade wenn sich über verschiedene Methoden des Schreiblernprozesses gestritten wird, sollten sich manche Eltern wieder auf das Ursprüngliche besinnen und die Zeit mit ihren Kindern zum Lesen nutzen – dafür reichen laut Studie schon 15 Minuten am Tag. Gemeinsam können Eltern und Lehrkräfte in der Grundschule dann dafür sorgen, dass die Kinder von beiden Seiten in ihrer Entwicklung bestmöglich unterstützt und gefördert werden.“

Daneben steht für den Verband Bildung und Erziehung (VBE) fest, dass die Schulen adäquat ausgestattet werden müssen sowie Anreize und Angebote geschafft werden sollen, damit Schülerinnen und Schüler zum Lesen gebracht werden und auch dabei bleiben: Leseecken, Bibliotheken und Arbeitsgruppen rund um das Lesen gehören dazu.

Der Bundesvorsitzende, Udo Beckmann, bemerkt kritisch: „Die Lesekompetenz ist wichtiges Basiskapital für den weiteren Bildungserfolg. Die Wahrscheinlichkeit, oft vorgelesen zu bekommen, korreliert stark mit dem sozio-ökonomischen Status der Eltern. Wird das Lesen an Schulen also nicht entsprechend gefördert, heißt das nichts anderes, als dass die Politik weiter Bildungsungerechtigkeit in Kauf nimmt. So manifestiert sich auch hier die Abhängigkeit der Leistung des Kindes vom sozio-ökonomischen Status der Eltern. Dieser Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und Elternhaus muss durchbrochen werden.“

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