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VBE Rheinland-Pfalz

VBE fordert zukunftsfähige Ausstattung aller Schulen – Unterricht muss neu gedacht werden

08.05.2020

Oliver Pick: „Ohne das neue Miteinander wäre ein Schulstart gar nicht erst möglich gewesen.“

Am 4. Mai startete auch der Unterricht für die Jahrgangsstufen 4 und 9 bis 12 in Rheinland-Pfalz. Ein Zurück zur Normalität bedeutete der Unterrichtsbeginn nach den Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie indes nicht: Umfangreiche Hygienemaßnahmen mussten eingehalten und Klassen in Kleingruppen aufgeteilt werden. Darüber hinaus fehlen viele Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrkräfte aufgrund vorliegender Risikofaktoren im Präsenzunterricht.

Der stellv. Landesvorsitzende des VBE Rheinland-Pfalz, Oliver Pick, zieht als Schulleiter einer Grundschule ein erstes Zwischenfazit: „Trotz der kurzen Vorbereitungszeit ist es den Schulen vielerorts gelungen, sich auf den Unterrichtsstart bestmöglich vorzubereiten: Stundenpläne wurden neu organisiert, Tische im Sicherheitsabstand aufgestellt, Klassenräume, Flure und Pausenhof mit Markierungen versehen. Die Kolleginnen und Kollegen im Land haben während der Schulschließungen bereits Großartiges geleistet – wir sind dankbar für das riesige Engagement und die kreativen Lösungen! Ohne das neue Miteinander, teilweise auch an Wochenenden, wäre ein Schulstart gar nicht erst möglich gewesen.“

Dass das Gelingen des Unterrichtsbeginn auf Kante genäht war und ist, macht Barbara Mich (ebenfalls stellv. Landesvorsitzende) deutlich: „An allen Schularten wird die Personaldecke dünn, ehemals etablierte Puffer fallen weg – die personelle Versorgung kommt an ihre Grenzen, je mehr Schülerinnen und Schüler zum Unterricht zurückkehren. In der ersten Woche mag es noch funktioniert haben, die kommenden Wochen werden aber zeigen, dass nicht alle Aufgaben von Lehrkräften übernommen werden können bzw. sollen. Bei Kolleginnen und Kollegen wächst nicht nur die Verantwortung, sondern auch die Angst: ,Habe ich alles richtig gemacht?‘ Hier fehlt vielerorts Unterstützung bei der Umsetzung der zahlreichen Vorgaben und das rächt sich jetzt. Allein auf dem Schulweg, wenn Busse überfüllt sind und Schüler/-innen auch ohne Maske mitfahren dürfen, erhöht sich das Risiko einer Ansteckung. Selbst im Sekundarbereich I fällt es vielen Schülerinnen und Schülern noch schwer, die neuen Hygieneregeln ständig einzuhalten.“

Der VBE Rheinland-Pfalz kritisiert, dass die Verantwortung für die Umsetzung aller neuen Regelungen und Hygienevorgaben auf den Schultern der Schulleitungen und Kollegien liegt: „Es ist beeindruckend, was unsere Kolleginnen und Kollegen geleistet haben – dennoch gefährden sie bei all ihrem Engagement auch ihre eigene Gesundheit, der Schutz durch den Dienstherren bleibt nämlich aus bzw. ist nicht ausreichend gegeben. Die erste Woche mag glimpflich verlaufen sein, sie hat uns aber auch vor Augen geführt, welche Defizite noch bestehen. Nach der akuten Vollbremsung Mitte März, neben dem Organisations- und Kommunikationschaos seitens der Politik sowie dem Digitalisierungsstau versuchen wir nun ganz langsam wieder Fahrt aufzunehmen – und setzen auf Starthilfe für die Zukunft: Wir fordern die Ausstattung mit zukunftsfähigen Endgeräten, dienstliche Notebooks und E-Mail-Adressen für Lehrkräfte genauso wie funktionierende Software für digitalen Unterricht. Denn dieser ist jetzt so wichtig geworden wie nie zuvor – und wird über Corona hinaus bleiben!“, so Oliver Pick abschließend.

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