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Wieso Wertevermittlung in Schulen nicht kompliziert sein muss

von Düzen Tekkal

ich habe als Journalistin viel Zeit an Schulen verbracht und auch mit GermanDream waren wir schon oft in den verschiedensten Bundesländern unterwegs. Eine Begegnung ist mir da in Erinnerung geblieben: Als ein Junge zu mir sagte, dass ihm die Gespräche fehlen und er sich mit den vielen Geschehnissen um ihn herum oft alleine gelassen fühlt. Gerade dann, wenn die Welt sich zu schnell zu drehen scheint, braucht es ein Zugehörigkeitsgefühl und Identität. Doch wo genau soll man sich eigentlich zugehörig fühlen? Was genau heißt es heute, Deutsch zu sein? Und wie kann werteorientierte Bildung dabei helfen, den gesellschaftlichen Konsens zu fördern?

Wenn ich diese Fragen beantworten soll, dann so: Deutschland ist für mich eine Verfassung, die Freiheit garantiert. Auf die kann man verdammt stolz sein! Deutschland hat viele Gesichter und ermöglicht unterschiedliche Lebenswege. Allerdings nur, weil wir mit der freiheitlich-demokratischen Werteordnung auch einen starken Unterbau haben. Das müssen wir den jungen Menschen vermitteln und zwar so, dass es ehrlich ist. Wenn wir von GermanDream mit unseren Wertedialogen in die Schulen gehen, dann ist unser Vorsatz immer, den Schülerinnen und Schülern dort zu begegnen, wo wir sie auch erreichen. Dafür nehmen wir sie ernst, wenn sie sich um die Zukunft sorgen und hören ihnen zu, wenn sie Themen wie der Klimawandel, Migration oder Identität beschäftigen. Vor allem wollen wir ihnen zeigen, dass Deutschland ihnen viel bieten kann, wenn sie an sich selbst und an die freiheitlich-demokratische Grundordnung glauben. 

Mit unseren Dialogen machen wir Werte lebendig. Als unser Wertebotschafter Cem Özdemir in seinem Wertedialog in Berlin-Moabit von einer schlechten Note erzählte, fragte ein Schüler ihn: “Wenn sie trotzdem Politiker geworden sind, dann kann ich ja auch Bürgermeister werden.” Ganz genau! In München konnte Magdalena Rogl, die heute in leitender Funktion bei Microsoft arbeitet, die Schülerinnen und Schüler bewegen, als sie ihre Gewalterfahrung in der Kindheit mit ihnen teilte. Sie sagte eindrücklich, dass sie so etwas nicht aushalten müssten. Oder Ivan Klasnic, der als einziger Bundesligist mit Nierentransplantation jungen Menschen in Hamburg mitgab, dass sie viel erreichen können, egal wie groß die Hindernisse im Leben manchmal sind.  

Wenn wir die jungen Menschen in unserem Land nicht davon überzeugen, dass Deutschland ihnen Chancen bietet, dann werden Hetze, Populismus und Schwarzmalerei sie vor uns abholen. Wir müssen den plumpen Parolen und der Angstmacherei einen positiven Gegenentwurf vorsetzen, der die Zukunft als möglich zeichnet, nicht voller Horrorszenarien und fehlender Möglichkeiten. So geht heute Wertevermittlung. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass in diesem Land an einen gesellschaftlichen Wertekonsens geglaubt werden kann, der sich an Hoffnung orientiert. 

Schließlich wurden Sie Lehrerinnen und Lehrer, weil Sie von den jungen Menschen in unserem Land überzeugt sind und wissen, wie wichtig wertebasierte Bildung in ihrer persönlichen Entwicklung ist. Lassen Sie uns gemeinsam dort ansetzen. Denn wir bei GermanDream werden die junge Generation in Deutschland niemals aufgeben. 

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