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VBE Rheinland-Pfalz

Bildungsministerium will Vergleichsarbeiten trotz Pandemie schreiben lassen

09.03.2021

VBE Rheinland-Pfalz: Schulen haben aktuell andere Sorgen als aufwendige Vergleichsarbeiten

Lars Lamowski: „In den Grundschulen gibt es inmitten einer Pandemie wichtigere Aufgaben als die zeit- und personalintensiven VERA3-Vergleichsarbeiten. Der damit verbundene Stress für Lehrerinnen und Lehrer und auch für die Schülerschaft kommt zur Unzeit!“

Gestern informierte das rheinland-pfälzische Bildungsministerium in einem Schreiben an die betroffenen Schulen, dass auch in diesem Jahr die VERA3-Testungen durchgeführt werden sollen, um den Lernstand der Schülerinnen und Schüler in Bezug auf die VERA-Bildungsstandards zu ermitteln. Statt fester Testtage gibt es in diesem Jahr die Möglichkeit, die Vergleichsarbeiten in einem Zeitfenster vom 20. April 2021 bis zum 21. Mai 2021 durchzuführen.

Lars Lamowski, stellvertretender Vorsitzender und bildungspolitischer Sprecher des VBE Rheinland-Pfalz, zeigt sich irritiert: „Das Bildungsministerium hält während der Corona-Pandemie an den VERA3 Vergleichsarbeiten fest. Dabei haben Schulen in der jetzigen Situation andere Probleme zu bearbeiten, als aufwendige Tests durchzuführen, deren Sinn grundsätzlich zu hinterfragen ist. Die Kolleginnen und Kollegen sind mit der Organisation des Unterrichts unter Pandemiebedingungen bereits genug belastet, da braucht es keinen Mehraufwand für die Vor- und Nachbereitung von VERA3.

Pädagogisch ergibt eine solche Leistungsmessung unter den gegebenen Rahmenbedingungen kaum einen Sinn. Die Lehrerinnen und Lehrer brauchen jeden verfügbaren Tag um Unterricht machen zu können und mit den Kindern zu arbeiten, um so während des Lockdowns entstandene Lücken zu füllen. Daher müssen zunächst die notwendigen Kompetenzen in der Schülerschaft aufgebaut werden, um überhaupt eine Grundlage für solche Testungen zu haben. Zudem stellt eine solche Leistungsmessung eine Stresssituation für die Schülerinnen und Schüler dar, die während der andauernden Pandemie sowieso sehr gefordert sind. Daher muss man sich in Sachen Leistungsnachweisen unter Corona-Bedingungen an den Schülern orientieren, damit kein Kind überfordert wird und auf der Strecke bleibt.

Wichtiger wäre es, wenn das Bildungsministerium sich stärker bemüht, die Schulen zu einem möglichst sicheren Arbeitsumfeld für die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zu machen, als aufwendige Vergleichsarbeiten durchzuführen. So braucht es eine unkomplizierte und tragfähige Teststrategie für die Schulen, Luftfilter und ausreichend FFP2-Masken um den Schulbetrieb zu ermöglichen.“

 
 
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