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VBE Rheinland-Pfalz

Nach dem Startschuss: Förderzentren für die Inklusion ausbauen

05.02.2015

VBE fordert: Mehr Förderschullehrkräfte durch Umschulung ausbilden

„Der erhoffte Qualitätsschub für die jetzt neu eingerichteten Förder- und Beratungszentren kann nur erreicht werden, wenn die personelle und sachliche Ausstattung stimmt. Doch hieran mangelte es nach Auffassung des VBE bereits vor der Einrichtung der Beratungszentren erheblich. Durch die Einrichtung der Förderzentren ändert sich jedoch nichts daran. Deshalb müssen mehr Förderschullehrkräfte ausgebildet werden, z. B. durch Umschulung von Vertretungslehrkräften.

Es mehren sich seit Monaten die Probleme im Bereich der Förder- und Schwerpunktschulen, wonach eine ordnungsgemäße personelle Versorgung nicht gewährleistet ist. Kolleginnen und Kollegen arbeiten weit über ihre Belastungsgrenzen hinaus, um den Schülerinnen und Schülern die notwendige Förderung zu kommen zu lassen. Dieser Zustand unterläuft alle inklusiven Absichten. Wenn die Landesregierung Inklusion ernst meint, muss sie auch in den Regelschulen mehr Förderschulpersonal einsetzen. Sie darf sich nicht auf die Einrichtung von Förder- und Beratungszentren beschränken."

Mit dieser Stellungnahme äußerte sich der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen Lehrergewerkschaft VBE, Gerhard Bold, zur Bekanntgabe der vier ersten Förder- und Beratungszentren in der Südwestpfalz sowie in Neuwied und Trier durch Bildungsministerin Vera Reiß.

Gerhard Bold: "Soweit das Bildungsministerium stets betont, die Unterrichtsversorgung im Bereich der Förderschulen sei landesweit vorbildlich, wird dabei verkannt, dass es erhebliche regionale Unterschiede gibt. Insbesondere existiert ein starkes Süd-Nord-Gefälle. Richtig ist, dass die Einrichtung der Förder- und Beratungszentren ein guter Schritt zur Verbesserung des inklusiven Unterricht ist. Dabei können jedoch die nun bekanntgegebenen vier Einrichtungen nur ein allererster Schritt sein, dem sehr bald weitere folgen müssen."

Nach Auffassung des VBE Rheinland-Pfalz müssen die Förder- Beratungszentren folgende Aufgabenbereiche zur pädagogischen Unterstützung der Inklusion übernehmen:
• Vernetzung mit den Regelschulen (also mit allen Schulen außer den Förderschulen ),
• Vernetzung mit außerschulischen Stellen (z. B. Jugendamt),
• Entwicklung und Angebote im Bereich von Vorsorge und Prävention,
• Entwicklung und Angebote im Bereich der Diagnose,
• Fortbildungsorganisation,
• Entwicklung spezifischer Angebote nach Bedarf.

 
 
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