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VBE Rheinland-Pfalz

PISA 2015: Besser, aber noch nicht Spitze

06.12.2016

Noch immer zu viele Schulabgänger ohne Abschluss / Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungschancen bleibt zu groß

„Die Leistungen deutscher Schülerinnen und Schüler sind in den letzten 15 Jahren merkbar besser geworden. Offensichtlich wirken sich schulpolitische Reformen positiv auf das schulische Leistungsniveau aus. Sie sind besser geworden, wenn auch noch nicht Spitze. Das ist die gute Nachricht der Ergebnisse von PISA 2015.

Die schlechte ist: Noch immer ist in Deutschland der Zusammenhang von sozialer Herkunft und den Bildungschancen viel zu groß. Nach wie vor entscheidet der soziale Status des Elternhauses in erheblichem Maße darüber, welche Bildungsabschlüsse Kinder und Jugendliche erreichen können. In unserer Gesellschaft hat damit unser Schulsystem nach wie vor die Aufgabe einer sozialen Sortierung. Das betrifft überproportional zugewanderte Kinder und Jugendliche.
  
Insbesondere der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne ordentlichen Schulabschluss ist hierzulande noch immer zu hoch. In Rheinland-Pfalz lag dieser in 2015 – dem Jahr der aktuellen PISA-Erhebung – bei 6%. Das ist für ein Land, dessen einzige echte Ressource die Bildung seiner Bürgerinnen und Bürger ist, nicht akzeptabel.

Wir fordern die bildungspolitisch Verantwortlichen auf, weiter und mehr in Bildung zu investieren. Bildung ist teuer, aber noch teurer ist letztlich keine Bildung. Deshalb muss endlich das unsägliche Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern fallen. Geld ist da, es muss nur besser und auch gerechter verteilt werden.“

Mit dieser Stellungnahme äußerte sich heute der Landesvorsitzende der rheinland-pfälzischen Lehrergewerkschaft VBE, Gerhard Bold, zu den Ergebnissen der weltweiten Schulleistungsvergleichsstudie PISA 2015, die in Berlin vorgelegt wurden. In diesem Zusammenhang wies er auf die Quote der Schulabsolventen ohne Schulabschluss in Rheinland-Pfalz hin, die laut Statistischem Landesamt im Jahr 2015 bei 2.606 Absolventen gelegen habe.

Gerhard Bold: „Mittlerweile fragen wir uns allerdings auch, ob die empirische Durchleuchtung durch Leistungsstudien wie PISA und die Testeritis, die unsere Schulen in regelmäßigen Abständen heimsucht, wirklich pädagogisch sinnvoll ist.“
  
Viele Mängel, die offengelegt worden seien, wären bei einer kritischen Beleuchtung des Schulsystems auch deutlich geworden. So bleibe aus Sicht des VBE Rheinland-Pfalz als wesentlicher Effekt, dass durch PISA und Co. das deutsche Bildungssystem unter Konkurrenzdruck geraten sei – und damit Deutschland als Wirtschaftsnation.

Der VBE-Landeschef: „Pädagogisch macht PISA wenig Sinn. Aber PISA sichert durch den internationalen Konkurrenzdruck und seine Medienwirksamkeit die Gelder für Bildungsreformen, die wir brauchen. Und das ist angesichts der ständig drohenden Rotstiftpolitik durch die Finanzminister bildungspolitisch wichtig.“

 
 
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