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VBE Rheinland-Pfalz

Digitalpakt Schule: 500 Millionen Soforthilfe können nun bundesweit fließen

19.05.2020

VBE sieht Klärungsbedarf bei Soforthilfe – wer trifft Entscheidungen, wer übernimmt Support?

Bund und Länder haben am Freitag, 15. Mai 2020, die notwendigen Zusatzvereinbarungen zum Digitalpakt Schule auf den Weg gebracht, um das 500 Millionen Euro schwere Soforthilfe-Programm zu starten. Dass die Soforthilfe richtig und wichtig ist, steht außer Frage – dennoch vermisst der VBE Rheinland-Pfalz die Beantwortung wichtiger Fragen.

Oliver Pick, stellvertretender Vorsitzender, äußert sich wiederholt kritisch: „Bevor der Digitalpakt beschlossen wurde, als er endlich in trockenen Tüchern war und über die nun getroffenen Zusatzvereinbarungen hinaus bleiben die zentralen Fragen ungeklärt: Wer sucht die Geräte aus und wer beschafft sie? Wer sorgt nicht nur für die Inbetriebnahme, sondern auch für deren Wartung? Wer erhält welche Geräte? Wie steht es um die Versicherung der Geräte? Wann werden Folgegeräte angeschafft und wie werden sie finanziert? Im Fokus des Programms stehen Schülerinnen und Schüler, die aus ökonomisch schlechter gestellten Elternhäusern kommen. Auch sie sollen mit den digitalen Endgeräten die Möglichkeit erhalten, am Homeschooling teilzunehmen. Nur leider fehlt es an Indikatoren, wem welches Gerät zusteht.

Viel wichtiger ist aber – wiederum – die ganz basale Frage: Wer stellt die Funktion der Geräte sicher – und zwar über das bloße Einschalten und den First-Level-Support hinaus? Ganz abgesehen davon, dass auch 500 Millionen Soforthilfe nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind, wurde darüber scheinbar wieder nicht nachgedacht. In Zeiten des Homeschooling muss zudem sichergestellt werden, dass es Zuhause auch funktionierendes Internet mit genügend Bandbreite gibt.“

In der aktuellen Lage zeigen sich die Auswirkungen jahrelanger Versäumnisse: So gibt es nur an gut einem Drittel zumindest einzelne Klassensätze an digitalen Endgeräten (forsa-Umfrage 2020) und nur an 60 Prozent der Schulen externe IT-Administration (forsa-Umfrage 2019) – wohlgemerkt als Unterstützung derjenigen engagierten Lehrkräfte, die sich den Rest der Zeit darum kümmern. Der auf Impuls von Bitkom und der Gesellschaft für Informatik entstandenen „Offensive Digitale Schultransformation“ liegen konstruktive Forderungen für eine Digitaloffensive zugrunde – dennoch fordert der VBE Rheinland-Pfalz, jährlich bis zu 3 Milliarden Euro für eine Digitaloffensive einzuplanen: „Auch wenn Geld nicht alle Defizite beheben kann, die Digitalisierung gibt es nicht umsonst – wenn wir konkurrenzfähig sein und alle Schülerinnen und Schüler erreichen wollen, bleibt uns nichts anderes übrig, als kräftig und nachhaltig zu investieren!“, so Oliver Pick weiter.

Die „Offensive Digitale Schultransformation“ sieht neben der Ausstattung aller Schülerinnen und Schülern mit digitalen Bildungsmitteln, flächendeckende Bereitstellung von IT-Fachpersonal und Medienberater/-innen zudem die Bereitstellung von Arbeitsmitteln für Lehrkräfte vor – der VBE Rheinland-Pfalz fordert vehement die Ausstattung mit Arbeitsgeräten und dienstlichen E-Mail-Adressen.

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