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VBE Rheinland-Pfalz

Kritik an diskriminierender Forderung: Benachteiligung von Kindern ist nicht hinzunehmen

06.08.2019

VBE Rheinland-Pfalz fordert mehr Unterstützung im Bereich der Sprachförderung

Am gestrigen Montag sorgte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit seiner Aussage für Schlagzeilen, Kinder, die kaum Deutsch sprächen, dürften nicht eingeschult werden. Nicht nur in den eigenen Reihen erntete Carsten Linnemann damit Kritik, auch aus anderen Parteien wurden Stimmen laut, es handele sich dabei um populistischen Unfug und den völlig falschen Weg, solche Kinder später einzuschulen.

Der Landesvorsitzende des VBE Rheinland-Pfalz, Gerhard Bold, kritisierte den Vorstoß Linnemanns ebenfalls scharf: „Kinder im Grundschulalter sind begeisterte Lernende, die neues Wissen förmlich aufsaugen. Dazu kommt der soziale Faktor, dass sie ihre Mitschüler und Mitschülerinnen mitziehen – dabei ist es egal, welche Herkunft oder Vorkenntnisse ein Kind hat. Die Erfahrungen zeigen, dass auch Kinder ohne Deutschkenntnisse schnell in den Unterricht integriert werden können. Dafür muss natürlich einiges getan werden, die Unterstützung durch Sprachförderlehrkräfte muss gegeben sein. Der Schwerpunkt muss auf der Förderung von Kindern mit Migrations- oder Fluchterfahrung liegen, nicht auf deren Ausgrenzung. Eine solche Überlegung, wie sie Linnemann anstellt, ist eine pauschale Absage an die Integration.“

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) fordert eine qualifizierte Unterstützung und Förderung von Kindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse bereits in den Kitas und den Ausbau der Sprachförderung sowie des Unterrichtsfachs Deutsch als Zweitsprache in den Grundschulen. Seit Jahren besteht außerdem die Forderung, multiprofessionelle Teams im Unterricht an allen Schulformen einzusetzen. Denn nur mit deren Unterstützung können Lehrerinnen und Lehrer die Mammutaufgaben Integration und Inklusion meistern sowie den steigenden Anforderungen in den Schulen gerecht werden.

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