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VBE Rheinland-Pfalz

forsa-Umfrage unter Schulleitungen: Wie ist es um die Digitalisierung in Rheinland-Pfalz bestellt?

06.05.2019

Gerhard Bold: „Die Voraussetzungen für den Einsatz digitaler Medien sind noch nicht überall gegeben. Die Schulen laufen der Digitalisierung hinterher!“

Am heutigen Montag, 6. Mai 2019, wurden in Mainz die Ergebnisse der forsa-Umfrage unter Schulleitungen zum Thema Digitalisierung vorgestellt. Im Auftrag des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) wurden bundesweit 1.232 Schulleiterinnen und Schulleiter befragt, in Rheinland-Pfalz nahmen 101 Schulleitungen an der Umfrage teil. Aus den Ergebnissen lassen sich folgende Kritikpunkte ableiten: An 35% der befragten Schulen sind keine dienstlichen PCs für die Lehrkräfte vorhanden – die meisten Lehrerinnen und Lehrer (85%) haben sich die notwendigen Kenntnisse für die Nutzung digitaler Endgeräte im privaten Umfeld angeeignet – durch die Umsetzung der EU-Datenschutzgrundverordnung ist der Arbeitsaufwand in den Augen von 60% der rheinland-pfälzischen Schulleitungen nicht nur in der Phase der Umsetzung, sondern auch langfristig gestiegen.

Für den VBE-Landesvorsitzenden von Rheinland-Pfalz, Gerhard Bold, sind die Ergebnisse ein alarmierendes Signal an die Politik: „Die Digitalisierung schreitet überall voran und wird zum Glück auch finanziell gefördert. Dass aber besonders an den Schulen noch großer Handlungsbedarf besteht, wird bei unserer Umfrage mehr als deutlich. Nur an jeder zweiten Schule ist schnelles Internet und WLAN verfügbar. Bei diesen Voraussetzungen können digitale Medien nicht wie vorgesehen eingesetzt werden. Unsere Schulen laufen der Digitalisierung hinterher! Wir arbeiten eng mit dem Gemeinde- und Städtebund sowie dem Landkreistag zusammen, damit die Digitalisierung auch in den Schulen sinnvoll umgesetzt wird.“

Auch der gewerkschaftspolitische Sprecher des VBE Rheinland-Pfalz bemängelt die Umsetzung der Digitalisierung. Oliver Pick, Schulleiter einer Grundschule, prangert insbesondere die fehlende professionelle Unterstützung bei der Betreuung der IT an: „Den Schulen wird wie keinem anderen Bereich die Professionalität abgesprochen. Es kann nicht sein, dass sich 80% aller Lehrerinnen und Lehrer ihre Kenntnisse privat aneignen und die Betreuung und Verantwortung der IT-Ausstattung in die Hände interessierter Lehrkräfte oder sogar der Schülerschaft gelegt wird. Das bloße Interesse befähigt auch keinen Patienten dazu, Operationen durchzuführen.“ In den Augen des stellvertretenden Landesvorsitzenden darf die Digitalisierung aber nicht auf dem Rücken der Lehrkräfte ausgetragen werden: „Wir kümmern uns neben dem eigentlichen Unterricht schon um so viele weitere Dinge. Und die Digitalisierung soll zusätzlich wieder en passant laufen – das darf nicht sein! Wir müssen professionell unterstützt werden, damit wir uns auf die Arbeit am Kind konzentrieren können!“

Die Forderungen des VBE Rheinland-Pfalz:

  • Flächendeckende Infrastruktur mit Breitband
  • Professioneller Support der digitalen Endgeräte
  • digitale Lernmaterialien
  • ausreichende Fortbildungen (und Fortbildungszeit innerhalb der Dienstzeit)


Für Sie verlinkt: Alle Ergebnisse der Studie für Rheinland-Pfalz sowie die Charts. Die bundesweiten Ergebnisse finden Sie auf der Homepage des VBE Bundesverbands www.vbe.de.

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