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VBE Rheinland-Pfalz

forsa-Umfrage "Gewalt gegen Lehrkräfte und Schulleitung im Zusammenhang mit der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen"

11.05.2021

Unmut über Corona-Maßnahmen bedroht Schulfrieden

Gerhard Bold: „Unsere repräsentative Umfrage zeigt, dass es an jeder vierten Schule psychische Gewalt gegen Lehrkräfte im Zusammenhang mit der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen gibt. Die Lehrkräfte brauchen bei Angriffen – egal ob direkt oder über das Internet – Schutz durch den Dienstherrn.“

Bereits seit 2016 beauftragt der Verband Bildung und Erziehung forsa regelmäßig damit, repräsentative Untersuchungen zum Thema „Gewalt gegen Lehrkräfte“ durchzuführen. So auch diesem Jahr, mit einem besonderen Blick auf die Probleme, die bei der Umsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen aufgetreten sind. Hierbei berichtet ein Viertel der befragten, dass Sie von direkten psychischen Angriffen gegen Lehrkräfte oder Schulleitungen an ihrer Schule wissen. Diese gehen in Rheinland-Pfalz laut Umfrage zu 89 Prozent von den Eltern aus, jede dritte Lehrkraft berichtet von direkten Angriffen durch Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommt, dass fast jede fünfte Lehrkraft von direkten psychischen Angriffen weiß, die von Erwachsenen außerhalb der Schulgemeinschaft ausgehen. Diese sind zum Beispiel in Organisationen engagiert, die sich gegen die Corona-Schutzmaßnahmen einsetzen. Ähnliche Zahlen zeigt auch die Frage nach psychischer Gewalt über das Internet.

Der Landesvorsitzende des VBE Rheinland-Pfalz, Gerhard Bold, zeigt sich von diesen Zahlen beunruhigt: „Bei der Umsetzung von Corona-Schutzmaßnahmen dürfen die Lehrkräfte nicht zur Zielscheibe von Andersdenkenden werden. Die Politik muss klar Stellung beziehen, denn jeder Angriff gegen eine Lehrkraft ist auch ein Angriff gegen die Institution Schule und damit gegen den Staat. Das Bildungsministerium muss die Lehrkräfte vor solchen Ausfällen schützen.“
Ein Lichtblick ist der Zusammenhalt im Kollegium. Die meisten Lehrkräfte, die selbst Gewalterfahrungen machen mussten, berichten, dass sie sich anderen Lehrerinnen und Lehrern oder der Schulleitung anvertrauen konnten. An die Schulaufsicht haben sich nur 16 Prozent der Angegriffenen gewendet, an das Bildungsministerium lediglich 2 Prozent.

Daher fordert der VBE wiederholt und vehement den Schutz der Beschäftigten durch den Dienstherrn. Dazu gehört:

  • schnelle und unbürokratische Meldung von Vorfällen
  • umfangreiche juristische und psychologische Unterstützung nach Angriffen,
  • konkrete Ansprechpersonen im Bildungsministerium, insbesondere für Fälle von Gewalt, die von externen Personen begangen wurden,
  • glaubwürdige, transparente und möglichst einheitliche  Infektionsschutzmaßnahmen, in Form eines inzidenzbasierten Stufenplans.
 
 
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